Verstappen freut sich über Sprint-Pole in Singapur

Verstappen rast in Singapur in Chaos-Quali zur Sprint-Pole

Freitag, 09. Oktober 2026 | 18:08 Uhr

Von: importer

Nach einer Chaos-Qualifikation ist Max Verstappen am Freitag im Red Bull zur Pole Position für das letzte Formel-1-Sprintrennen 2026 in Singapur gerast. Nach Verzögerungen wegen eines Crashs und Problemen mit den Zeitmesssystemen verwies der Malaysia-Gewinner aus den Niederlanden Mercedes-Pilot George Russell auf den zweiten Platz. “Ich bin natürlich glücklich, Erster zu sein”, sagte der Verstappen, der für regelwidriges Überholen nach einer Prüfung nicht bestraft wurde.

Der Vorwurf: Der 29-Jährige habe während einer Gelb-Phase Lewis Hamilton im Ferrari regelwidrig überholt. Die Stewards stellten zwar diesen Vorgang fest. Sie erkannten aber zugleich an, dass Verstappen dabei das Tempo signifikant gedrosselt habe. Ein heftigeres Bremsmanöver hätte aus seiner Sicht eine gefährlichere Situation erzeugen können. Unter dem Flutlicht auf dem Marina Bay Street Circuit sicherte sich Charles Leclerc im Ferrari Rang drei für den Sprint am Samstag (11.00 Uhr/ORF1, Sky). WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli musste sich im zweiten Mercedes mit Platz sieben begnügen.

Streckenposten räumen Trümmerteile weg

Nach knapp sechs Minuten im ersten Durchgang wurden schon Rote Flaggen geschwenkt. Sergio Perez krachte mit seinem Cadillac in Kurve vier in die Streckenbegrenzung und demolierte sich die Front. Die Streckenposten mussten die Crash-Überreste wegräumen. Dann ging es nicht wirklich lange weiter. Es herrschte etwas Durcheinander, wer nun wirklich weiter war. Der Auftakt des zweiten Abschnitts musste wegen “eines Problems mit den Zeitmesssystemen” verschoben werden, weil einige Rundenzeiten nicht erfasst wurden.

Verstappen beweist Durchblick

Das Problem konnte aber behoben werden, wie die Regelhüter mitteilten. Es ging wieder weiter. Dennoch wurden Erinnerungen wach an das Chaos vom vergangenen Sonntag. Da hatten Software-Probleme die Autos in Malaysia vorübergehend im Grand Prix ausgebremst. Verstappen ließ sich aber trotz all der Probleme nicht aus der Ruhe bringen. Er hatte in Singapur noch nie zuvor eine Pole erobert oder ein Rennen gewonnen.

Russell war im einzigen Freien Training am Freitagvormittag der Schnellste. Am Sonntag muss er wegen einer in Sepang verhängten Startplatzstrafe von 40 Plätzen, da er für vier zusätzliche Antriebskomponenten jeweils eine Strafe von zehn Plätzen erhielt, faktisch vom Ende des Starterfeldes ins Rennen gehen.

Am Rande beschäftigt der von Waldbränden in Indonesien starke Smog. Der Dunst hat weite Teile Südostasiens eingehüllt. In Singapur hat das vor dem Grand-Prix-Wochenende zu einer alarmierend hohen Luftverschmutzung geführt. Die Werte für Luftqualität waren so schlecht wie noch nie in diesem Jahr. Der Nachrichtenkanal Channel NewsAsia und “The Straits Times” berichteten, dass der Schadstoffindex des Inselstaates in den für die Gesundheit bedenklichen Bereich geraten ist. Der Veranstalter des Nachtrennens am Sonntag (14.00 Uhr MESZ) stellte aber klar, dass es keine Änderungen im Rahmenprogramm des Events geben werde.

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