Jungendliche sollen besser begleitet werden

17 Bildungsräume erreichen 1745 Jugendliche

Montag, 19. Oktober 2026 | 16:52 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Das landesweite Netzwerk der territorialen Bildungsräume für junge Menschen wächst weiter: Mittlerweile können Jugendliche die unterschiedlichen Angebote in 17 Zentren nutzen. Daran beteiligt sind 22 Bildungseinrichtungen aller Schulstufen – von der Grundschule bis hin zu technischen und berufsbildenden Schulen – sowie 14 Jugendzentren. In einer ersten Beobachtungsphase im Schuljahr 2025/26 besuchten insgesamt 1745 Mädchen und Buben die Bildungsräume. Dies geht aus einem Bericht des Forschugnszentrums Euricse hervor, der am 19. Oktober in Bozen vorgestellt wurde.

Untersucht wurde, wie sich das Modell der Territorialen Bildungsräume, das auf der Zusammenarbeit von Schulen und Jugendzentren basiert, junge Menschen begleitet und die verschiedenen Orte ihres Alltags miteinander verknüpft: die Schule, das Jugendzentrum und die unmittelbare Umgebung. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Jugendpädagoginnen und -pädagogen zu, die eine stabile Brückenfunktion zwischen Schule und Jugendzentrum innehaben. “Die territorialen Bildungsräume sind keine isolierten Maßnahmen, sondern füllen unsere Strategie der Jugendarbeit mit Leben. Es geht vor allem darum im Netzwerk zu arbeiten und den Bedürfnissen der jungen Generation bestmöglich nachzukommen”, betonte Landesrat Marco Galateo.

In der Euricse-Untersuchung wurden Bedingungen, Instrumente und Methoden ermittelt, die das Modell reproduzierbar und an andere Kontexte anpassbar und damit auch in anderen Realitäten im Staatsgebiet anwendbar machen. Dazu äußerte sich auch Giuseppe Pierro, Leiter der Abteilung für Jugendpolitik und Zivildienst im Ministerium von Jugend- und Sportminister Andrea Abodi: “Gerade über die Instrumente der Mitplanung und Mitgestaltung kann es künftig noch besser gelingen, die Zusammenarbeit zwischen Schule und dem Dritten Sektor dort zu stärken, wo der Bedarf gegeben ist. Denn schließlich profitieren wir alle davon, wenn unsere Jugend sich zu verantwortungsbewussten Erwachsenen entwickeln.”

Die Erfahrungen mit den Territorialen Bildungsräumen (Poli Educativi Territoriali, PET) haben bereits über die Landesgrenzen hinaus Beachtung gefunden, was sich auch an der Anerkennung durch Bildungsminister Giuseppe Valditara oder dem Interesse der Universität Cattolica Mailand zeigt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die landesweite Plattform “Sospesi PIT STOP” vorgestellt, die sich an Oberschülerinnen und -schüler richtet, die zeitweise vom Unterricht ausgeschlossen wurden. Die Plattform soll eine alternative Bildungsmöglichkeit zum bloßen Zuhausebleiben sein und in der Zeit des Schulverweises zu Verantwortungsübernahme, zur persönlichen Entwicklung und zur positiven Wiedereingliederung in die Schulgemeinschaft beitragen.

Bezirk: Bozen

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