Ausbildung kennt keine Grenzen

Bayerische Kaminkehrer lernen in Südtirol

Dienstag, 03. November 2026 | 16:02 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Zwei Wochen in einem anderen Land, neue Betriebe und ungewohnte Arbeitsabläufe: Sieben Kaminkehrer-Auszubildende aus Bayern sammeln derzeit im Rahmen des Erasmus+-Programms praktische Erfahrungen in Südtirol. Bevor sie ihre Praktikumsplätze antreten, stand beim lvh jedoch zunächst das gegenseitige Kennenlernen auf dem Programm – stilecht bei Weißwürsten, Brezen und vielen neugierigen Fragen.

Nach einem Arbeitssicherheitskurs und der Einschulung beim lvh lud die Berufsgemeinschaft der Kaminkehrer/innen die Jugendlichen zu einem traditionellen Weißwurst-Frühstück ein. In ungezwungener Atmosphäre konnten sie erste Kontakte knüpfen, sich austauschen und mehr über die bevorstehenden Wochen erfahren.
Begrüßt wurden die Teilnehmer von Obmann Christian Resch und lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, die die angehenden Kaminkehrer in Südtirol willkommen hießen.
„Berufliche Mobilität erweitert den Horizont und eröffnet neue Perspektiven. Solche Erfahrungen prägen junge Fachkräfte oft weit über die eigentliche Ausbildungszeit hinaus”, betonte Hannes Mussak.

Lernen im Arbeitsalltag

Der Aufenthalt ist Teil des europäischen Förderprogramms Erasmus+. Während der kommenden zwei Wochen arbeiten die Jugendlichen in mehreren Südtiroler Kaminkehrerbetrieben mit und erleben den Berufsalltag aus einer neuen Perspektive.
Sie begleiten erfahrene Kaminkehrer bei ihrer täglichen Arbeit und erleben aus erster Hand, wie Betriebe organisiert sind und welche Arbeitsweisen sich in der Praxis bewähren. Für viele der Teilnehmer ist es die erste längere berufliche Erfahrung außerhalb ihres gewohnten Ausbildungsumfelds.
Gleichzeitig erhalten sie Einblicke in die Organisation des Kaminkehrerhandwerks in Südtirol und tauschen sich mit Berufskollegen aus einem anderen betrieblichen Umfeld aus.
„Wer in andere Betriebe hineinschaut, nimmt neue Ideen und Arbeitsweisen mit nach Hause. Genau das macht diesen Austausch so wertvoll”, unterstich Christian Resch.

Was die Jugendlichen mit nach Hause nehmen

In den kommenden Tagen werden die Jugendlichen in mehreren Südtiroler Mitgliedsbetrieben mitarbeiten und den Arbeitsalltag vor Ort kennenlernen. Dabei sammeln sie praktische Erfahrungen, gewinnen Einblicke in andere betriebliche Abläufe und erweitern ihren Blick auf das Kaminkehrerhandwerk.
Nach zwei Wochen geht es zurück nach Bayern. Im Gepäck haben die Jugendlichen dann nicht nur neue Eindrücke, sondern auch Ideen und Erfahrungen, die sie in ihre Ausbildungsbetriebe mitnehmen und dort weitertragen werden.

Bezirk: Bozen

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