Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Mit der Bauleitplanänderung von Amts wegen der Gemeinde Bozen für das Bibliothekszentrum hat sich die Landesregierung in der Sitzung vom 2. Oktober befasst und diese genehmigt.
Den Beschluss dazu hatte der Landesrat für Umwelt-, Natur-, Klimaschutz Landschaftsschutz- und Raumentwicklung Peter Brunner vorgelegt. “Damit sind die raumplanerischen Voraussetzungen geschaffen, um das Projekt realisieren zu können”, sagt der Landesrat.
Das Gebiet für übergemeindliche öffentliche Einrichtungen “Neues Bibliothekszentrum” wird durch die Armando-Diaz-Straße, die Manlio-Longon-Straße und die Frontkämpferstraße begrenzt. Das Projekt von Landesinteresse sieht den teilweisen Abbruch der bestehenden Pascoli-Schule sowie den Neubau des Bibliothekszentrums mit dem Dokumentationszentrum für den Schutz der Minderheiten, die Autonomie und die audiovisuellen Mediatheken des Landes vor. Der bestehende, unter Ensembleschutz stehende Gebäudeteil an der Frontkämpferstraße wird erhalten und saniert.
Dienststellenkonferenz positiv abgeschlossen
Die Landesregierung hat sich für den Beschluss die positive Entscheidung über den Abschluss der Dienststellenkonferenz aller am Verfahren beteiligten Verwaltungen zu Eigen gemacht. Diese war im September erfolgt. Alle angebrachten Vorschriften und Bedingungen müssen eingehalten werden.
Befürwortende Gutachten abgegeben hatten zuvor die Gemeinde Bozen, die Dienststelle Gärtnerei der Stadt Bozen, das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord, das Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung, das Landesamt für Brandverhütung, das Landesamt für Menschen mit Behinderungen, die Landeskonservatorin, Edyna GmbH, Alperia Ecoplus GmbH, der Betriebliche Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit und die Luftfahrtbehörde ENAC.
Mit der Genehmigung des Projekts durch die Landesregierung müssen auch die Durchführungsbestimmungen zum Bauleitplan der Gemeinde Bozen geändert werden. Dies ist notwendig, um den Abstand zur Grundstücksgrenze an der Armando-Diaz Straße im Bereich der vom Energieversorger Edyna vorgeschriebenen Elektrozentrale zu reduzieren und um gastgewerbliche Tätigkeiten in einem Ausmaß von 10 Prozent der realisierbaren Baumasse vorzusehen. Das Projekt sieht im Erdgeschoss ein “Literaturcafé” und im vierten Obergeschoss ein Restaurant vor.
“Die urbanistische Genehmigung rundet das Genehmigungsverfahren ab, das erforderlich ist, um das Bibliothekszentrum mit neuen Dienstleistungen zu bereichern und dem Projekt einen Mehrwert zu verleihen. Mit der Einrichtung eines Cafés bzw. eines Restaurants haben die Menschen die Möglichkeit, diesen Stadtteil neu zu erleben”, betont Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi.




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