Von: luk
Brixen – Die Stadtgemeinde Brixen und die Freie Universität Bozen haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Fakultät für Bildungswissenschaften wird ein 3D-Modell der Brixner Altstadt erstellen, ein Videospiel zum historischen und kulturellen Erbe der Stadt entwickeln sowie das Rathaus digital vermessen.
Die Stadtgemeinde Brixen und die Freie Universität Bozen bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Durch die Kooperationsvereinbarung wollen die beiden Partner das kulturelle und historische Erbe der Stadt mithilfe innovativer Methoden der Forschung, digitaler Dokumentation und Wissensvermittlung sichtbar und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.
Die Umsetzung erfolgt durch die Fakultät für Bildungswissenschaften der unibz, insbesondere durch das von Prof. Alessandro Luigini geleitete EARTH LAB. Die geplanten Projekte sind Teil des Programms zum 1125-jährigen Stadtjubiläum.
Konkret umfasst das Projekt die Erstellung eines gedruckten 3D-Modells der historischen Altstadt von Brixen, die Entwicklung eines Videospiels im Format einer Visual Novel, das dem kunst- und kulturhistorischen Erbe der Stadt gewidmet ist, sowie die digitale Vermessung des Rathauses mittels Laserscanner und Drohne. Letztere wird in zwei Phasen durchgeführt: eine erste Erfassungs- und Auswertungsphase während der Feierlichkeiten sowie eine vollständige digitale Aufbereitung bis zum Frühjahr 2027.
„Diese Zusammenarbeit ist ein konkretes Beispiel dafür, wie die Universität ihre wissenschaftlichen Kompetenzen in den Dienst des Landes stellen kann“, erklärt Prof.in Antonella Brighi, Dekanin der Fakultät für Bildungswissenschaften. „Für unsere Fakultät ist es besonders bedeutsam, zu einem Projekt beizutragen, das Forschung, kulturelle Bildung und digitale Innovation miteinander verbindet und zugleich die Beziehung zwischen dem Campus Brixen und der Stadt stärkt.“
Die Vereinbarung ermöglicht es, die an der Fakultät in den vergangenen Jahren entwickelten Forschungskompetenzen im Bereich der Digitalisierung und Vermittlung von Kulturerbe in einem realen Kontext anzuwenden. Die geplanten Aktivitäten verfolgen dabei eine doppelte Zielsetzung: Einerseits sollen bedeutende Elemente des städtischen Erbes innovativ dokumentiert und dargestellt werden, andererseits sollen diese Inhalte unterschiedlichen Zielgruppen zugänglich gemacht werden – mit besonderem Augenmerk auf Bildung und Wissensvermittlung.
„Das Projekt basiert auf der Idee, dass digitale Technologien zu Instrumenten des Wissens, des Schutzes und der Erzählung von Kulturerbe werden können“, betont Prof. Alessandro Luigini, Leiter des EARTH LAB der Fakultät für Bildungswissenschaften der unibz. „Das 3D-Modell, die Vermessung des Rathauses und die Visual Novel werden Bürgerinnen und Bürgern, Studierenden sowie Besucherinnen und Besuchern neue Zugänge zur Geschichte Brixens eröffnen – wissenschaftlich fundiert und zugleich leicht verständlich.“
Auch Brixens Vizebürgermeister Ferdinando Stablum unterstrich einmal mehr die Bedeutung des Austauschs mit der unibz: „Der Stadtrat ist sehr bemüht, durch verschiedene Initiativen eine gute Zusammenarbeit mit den Universitäten, die in unserer Stadt vertreten sind, zu fördern.“




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