Von: Sophia Molitor
Frangart – Wie stark kann der eigene Lebensstil die Gesundheit beeinflussen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Vortrag „Stile di vita e malattie reumatiche“, den die Rheuma-Liga Südtirol gemeinsam mit dem KVW und dem Bildungsausschuss Wengen organisierte. Als Referent konnte Dr. Giuseppe Zampogna, Rheumatologe am Krankenhaus in Bozen, Bruneck und Sterzing, gewonnen werden, der den Anwesenden wichtige Impulse und praktische Anregungen für den Alltag mitgab.
Die Begrüßung erfolgte auf Ladinisch und unterstrich die Verbundenheit mit der örtlichen Sprach- und Kulturgemeinschaft. Im Mittelpunkt des Vortrags standen fünf Bereiche, über die jeder Mensch seinen Lebensstil und damit auch bestimmte gesundheitliche Risikofaktoren beeinflussen kann: Bewegung, Ernährung, Schlaf und Stress, Rauchen und Alkohol sowie Teilhabe und Prävention.
Soziale Kontakte, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und vorbeugende Maßnahmen sind wichtige Bestandteile eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses. Anhand dieser fünf Stellschrauben zeigte Dr. Zampogna auf, dass bereits kleine Veränderungen im Alltag einen Unterschied machen können. Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren zählen beispielsweise Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht und Stress. Dabei betonte er einen wesentlichen Grundsatz: Ein gesunder Lebensstil ersetzt keine medizinische Therapie.
Vielmehr ergänzen sich die ärztlich verordnete Behandlung und die bewusste Gestaltung des eigenen Lebensstils. Gemeinsam bilden sie einen ganzheitlichen Ansatz im Umgang mit rheumatischen Erkrankungen.
Zum Abschluss gab Dr. Zampogna den Teilnehmenden sieben wichtige Botschaften für zu Hause mit. Eine zentrale Erkenntnis daraus lautet: Der persönliche Plan muss sowohl zur Erkrankung als auch zum Menschen passen. Kleine, dauerhaft umsetzbare Schritte sind häufig sinnvoller als kurzfristige, extreme Veränderungen. Auch die mediterrane Ernährung wurde als wichtiger Baustein eines gesundheitsbewussten Lebensstils hervorgehoben. Im Rahmen der Veranstaltung stellte Birgit Kaschta die Rheuma-Liga Südtirol vor und informierte über ihre Tätigkeit und ihre Angebote für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen.
Dabei wurde auch auf die Möglichkeit hingewiesen, künftig Kurse in Wengen anzubieten, sofern sich mindestens sieben Personen dafür anmelden. „Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig verständliche Gesundheitsinformation, Prävention und der Austausch vor Ort sind“, so der Präsident der Rheuma-Liga Günter Stolz und Geschäftsführer Andreas Varesco.




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