Projekt HERBIA macht den didaktischen Kräuter-Parcours öffentlich

Goldrain weiß alles über Kräuter

Mittwoch, 23. September 2026 | 15:06 Uhr

Von: Sophia Molitor

Goldrain – Das Edelweiß als höchster Liebesbeweis, der stachelige Zitronenbaum für den besten Limoncello und der Szechuan-Pfeffer als Zungenbetäuber: Im Kräuterschlössl in Goldrain lässt sich viel über die bunte Welt der Kräuter lernen. Dass dieses Wissen nun auch der Öffentlichkeit weitergegeben wird, ist dem Interreg Italien-Österreich-Projekt HERBIA zu verdanken, das kürzlich von der Abteilung Europa mit Europa-Landesrätin Magdalena Amhof besucht wurde.

Auf der ehemaligen Kräuteranbaufläche des Kräuterschlössls Goldrain hat die Eigentümerfamilie Gluderer einen didaktischen Parcours errichtet, der für die Öffentlichkeit und speziell für Kinder und Jugendliche zugänglich ist.

“Das Projekt HERBIA zeigt eindrucksvoll, wie europäische Fördermittel vor Ort einen Mehrwert für die Bevölkerung schaffen können. Es verbindet traditionelles Wissen mit innovativen Ansätzen und macht die Vielfalt unserer heimischen Kräuter für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erlebbar. Gleichzeitig stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit den Austausch von Wissen und Erfahrungen im Alpenraum”, betont Europa-Landesrätin Magdalena Amhof.

Die Umsetzung des Projektes war nicht einfach

Dass die Umsetzung des Projektes nicht einfach gewesen sei, betonte Juniorchefin Marion Gluderer im Rahmen ihrer Führung. “Dennoch haben wir es jetzt, nach zahlreichen Umplanungen, geschafft, die Grundidee zu verwirklichen, vor allem dank der Möglichkeit, die uns das Interreg Italien-Österreich-Programm geboten hat”, betonte Gluderer. Gemeinsam mit den Projektpartnern, nämlich dem TEH Verein (Traditionelle Europäische Heilkunde, Salzburg/Österreich) und dem Biosozialhof Vintlerhof (Südtirol), werde die Nutzung und Weitergabe von traditionellem und modernem Kräuterwissen vorangetrieben. Ziel sei der Erhalt der alpinen Biodiversität, die Klimaforschung bezüglich Resistenz von Heil- und aromatischen Kräutern sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung.

“HERBIA ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie das Interreg-Programm Menschen, Institutionen und Regionen über Grenzen hinweg zusammenbringt. Durch die Zusammenarbeit der Projektpartner entstehen innovative Angebote, die Biodiversität, Bildung und Nachhaltigkeit miteinander verbinden und langfristig einen Nutzen für die gesamte Region schaffen”, unterstreicht die Direktorin der Abteilung Europa, Martha Gärber.

Das Projekt HERBIA in Goldrain wird im Rahmen der aktuellen Interreg Italien-Österreich-Programmperiode verwirklicht und mit rund 233.000 Euro finanziert. Ein innovatives Element des Projekts wird die Einrichtung eines digitalen Kräutergartens sein, der mit den physischen Kräutererlebnissen aller Standorte kombiniert sein wird.

Bezirk: Vinschgau

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