Von: Matthias Knapp
Bozen – Mundgesundheit beginnt mit Vorsorge. Genau da setzt die Arbeit der Dentalhygienikerinen und zum Dentalhygieniker an. Am universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen wächst das Interesse an diesem Gesundheitsberuf seit Jahren. Für die 20 verfügbaren Studienplätze gingen 38 Bewerbungen als Erstwahl und weitere 19 als Zweitwahl ein. Am 16. September fand der Aufnahmetest statt. Nun steht fest, dass der Studiengang Dentalhygiene im Herbst 2026 mit voller Auslastung startet. Alle 20 verfügbaren Studienplätze sind besetzt.
“Das große Interesse am Studiengang Dentalhygiene zeigt, dass die Gesundheitsberufe attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungswege darstellen. Ich freue mich, dass wir jetzt wieder mit einem vollbesetzten Studiengang starten. Wir bilden Fachkräfte aus, die einen wichtigen Beitrag zur Prävention und zur Förderung der Mundgesundheit leisten können. Auch in diesem Bereich gewinnt die Prävention zunehmend an Bedeutung”, sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Theorie und Praxis in verschiedenen Bereichen
In den ersten Jahren wurden die 20 verfügbaren Studienplätze nicht regelmäßig vergeben wurden, inzwischen ist die Nachfrage inzwischen gestiegen. Ein besonderer Anstieg ist ab 2020/2021 zu verzeichnen. Für das akademische Jahr 2024/2025 gab es 40 Interessierte, 2025/2026 waren es 25.
Der zweisprachige Studiengang umfasst 180 ECTS-Punkte (European Credit Transfer System) und verbindet die Theorie- mit Praxis-Ausbildung. Die vielfältigen Praktika finden in verschiedenen klinischen und betreuenden Bereichen statt. Sie werden unter anderem in den zahnärztlichen Diensten des Südtiroler Sanitätsbetriebs, aber auch in Kindergärten und Seniorenwohnheimen, am Agostino-Gemelli-Universitätsklinikum in Rom sowie in privaten akkreditierten Einrichtungen in Deutschland und in Südtirol absolviert.
“Der kontinuierliche Anstieg der Nachfrage hat die Entwicklung des Studiengangs begleitet und unterstützt und dazu beigetragen, seine Rolle innerhalb des Ausbildungsangebots der Gesundheitsberufe zu festigen. Der Studiengang Dentalhygiene hat sich im Laufe der Jahre auf positive Weise weiterentwickelt und trägt dazu bei, Fachkräfte auszubilden, die ein Präventionsmodell entwickeln können, das alle Altersgruppen der Bevölkerung einbezieht, einschließlich der weniger wohlhabenden und besonders schutzbedürftigen Gruppen. In diesem Sinne stellt die Dentalhygienikerin bzw. der Dentalhygieniker eine strategisch wichtige Berufsgruppe innerhalb der Präventions- und Gesundheitserziehungsangebote dar, indem sie bzw. er zu einem korrekten Verhalten beiträgt und das Bewusstsein der Bevölkerung stärkt”, unterstreicht Marco Padovan, Studiengangsleiter in Dentalhygiene an der Claudiana.




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