Von: luk
Bozen – Ein Jugendtreff direkt im Schulgebäude – was zunächst wie ein Experiment klang, hat sich an der Wirtschaftsfachoberschule (WFO) in Bozen bewährt. Nach einem erfolgreichen ersten Jahr wird das Projekt „Room 67“ im Herbst fortgesetzt.
Der Inhouse-Jugendtreff entstand als gemeinsames Pilotprojekt der WFO und des Jugenddienstes Bozen. Ziel war es, Jugendlichen direkt in ihrem Schulalltag einen offenen Raum zum Austauschen, Entspannen, Lernen und Kreativsein anzubieten – freiwillig und ohne Anmeldung.
Das Konzept orientiert sich an den Grundprinzipien der offenen Jugendarbeit: Freiwilligkeit, Niederschwelligkeit, Partizipation, Lebensweltorientierung und Beziehungsarbeit. Nach Angaben der Verantwortlichen wurde das Angebot gut angenommen. Durchschnittlich rund 20 Schülerinnen und Schüler nutzten den Treff an jedem Öffnungstag.
Genutzt wurde er vor allem auch für Gruppenarbeiten und Begegnungen, da die Oberschüler aus allen Teilen von Südtirol in der WFO zusammenkommen. Neben dem offenen Treffbetrieb fanden auch Workshops wie ein Graffiti Workshop und zu Schulende eine „School’s out Feier“ statt.
„Die Schülerinnen und Schüler konnten die Schule einmal von einer anderen Seite erleben, neue Erfahrungen sammeln und gemeinsam Zeit verbringen“, erklärt Initiatorin Ingeborg Mahlknecht. Der Fokus habe dabei weniger auf schulischen Leistungen als auf Gemeinschaft, Austausch und persönlicher Entwicklung gelegen.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht Nachhilfe, sondern Beziehungsarbeit. Und für diese war vor allem Julia Gögele, pädagogische Mitarbeiterin im Jugenddienst Bozen, verantwortlich: “Als Träger der Struktur war uns sehr wichtig die Entstehung des Inhouse-Jugendtreffs so partizipativ wie möglich zu gestalten. Für uns standen die Bedürfnisse der Jugendlichen im Vordergrund, weshalb sie bei allen Entscheidungen miteingebunden wurden. So wurde etwa der Name ‘Room 67’ gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern entwickelt.”

Neben dem offenen Treffbetrieb standen im vergangenen Schuljahr auch verschiedene Aktivitäten auf dem Programm, darunter ein Graffiti-Workshop sowie eine “School’s Out”-Feier zum Schulabschluss.
Nach der Sommerpause öffnet der Jugendtreff wieder seine Türen. Ab Schulbeginn ist „Room 67“ jeweils montags und mittwochs von 13.05 bis 16.00 Uhr geöffnet. Geplant sind unter anderem Kreativangebote rund um den 3D-Druck, FIFA- und Tischtennis-Turniere sowie weitere Initiativen, die von den Jugendlichen selbst eingebracht werden.
Finanziert wird das Projekt vom Amt für Jugendarbeit des Landes Südtirol sowie von der Stiftung Südtiroler Sparkasse.







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