Anmeldungen ab 23. September 2026

Promemoria_Auschwitz 2027: Junge Menschen können sich für die Reise der Erinnerung bewerben

Mittwoch, 23. September 2026 | 16:29 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Ab 23. September 2026 können sich junge Menschen zwischen 17 und 25 Jahren aus allen Teilen Südtirols für Promemoria_Auschwitz – Die Reise der Erinnerung | Il viaggio della memoria 2027 bewerben.

Das Jugendbildungsprojekt lädt junge Menschen dazu ein, sich gemeinsam mit Geschichte auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und Verbindungen zur Gegenwart herzustellen. Organisiert wird Promemoria Auschwitz von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) und Arciragazzi Bolzano-Bozen in Zusammenarbeit mit MeTe – fare memoria gemeinsam und mit Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen sowie der Autonomen Region Trentino-Südtirol.

Insgesamt können 160 junge Menschen aus Südtirol, begleitet von 18 Tutor:innen, an dieser besonderen Reise teilnehmen. Hinzu kommen junge Menschen aus dem Trentino sowie aus dem Bundesland Tirol. Promemoria_Auschwitz ist damit auch ein grenzüberschreitendes Euregio-Projekt, bei dem junge Menschen unterschiedlicher Sprachgruppen, Regionen und Lebenswelten miteinander ins Gespräch kommen.

„Promemoria_Auschwitz begleitet junge Menschen seit mehr als 15 Jahren auf einer besonderen Bildungsreise. Mehr als 2.500 junge Menschen haben sich bisher mit uns auf den Weg gemacht – mit einem Blick in die Vergangenheit, aber immer auch mit Fragen an unsere Gegenwart und Zukunft“, erklärt Sergio Bonagura, Direktor von Arci Bozen.

Promemoria_Auschwitz 2027 beginnt mit mehreren Vorbereitungstreffen, bei denen sich die Teilnehmenden mit dem Zweiten Weltkrieg, der Shoah und der Geschichte des eigenen Landes beschäftigen. Vom 3. bis 8. März 2027 führt die gemeinsame Reise nach Krakau sowie zu den ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau. Ein gemeinsames Nachtreffen bietet anschließend Raum, das Erlebte zu reflektieren und der Frage nachzugehen, was Geschichte mit unserer Gegenwart und dem eigenen Handeln zu tun hat.

Denn bei Promemoria_Auschwitz geht es nicht nur um den Blick zurück. Geschichte zu kennen und zu verstehen bedeutet auch, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen einordnen zu können, kritisch hinzuschauen und Mechanismen von Ausgrenzung, Diskriminierung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu erkennen.

Wie sehr das aktuelle Geschehen sowie gesellschaftliche Polarisierung, Menschenrechtsverletzungen und Rassismus junge Menschen beschäftigen, zeigen auch die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Viele Fragen haben keine einfachen Antworten. Umso wichtiger sind Räume, in denen junge Menschen unterschiedliche Perspektiven kennenlernen, Zusammenhänge kritisch hinterfragen und miteinander ins Gespräch kommen können.

„Promemoria_Auschwitz geht weit über den Besuch von Erinnerungsorten hinaus. Junge Menschen setzen sich gemeinsam mit Geschichte auseinander und schauen gleichzeitig auf das, was heute um sie herum passiert. Uns ist wichtig, Räume zu schaffen, in denen sie Fragen stellen, kritisch hinschauen, Entwicklungen gemeinsam einordnen und ihre eigene Haltung entwickeln können“, erklärt Verena Hafner, Projektverantwortliche der AGJD.

Die Auseinandersetzung mit Geschichte kann helfen, Mechanismen von Ausgrenzung und Abwertung zu erkennen, aktuelle Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und darüber ins Gespräch zu kommen, wie ein demokratisches und respektvolles Zusammenleben gestaltet werden kann.

„Promemoria_Auschwitz ist weit mehr als eine Reise: Es ist ein Bildungs- und Entwicklungsweg für die jungen Menschen unseres Landes, der historische Vertiefung und gesellschaftliches Bewusstsein miteinander verbindet. Geschichte an jenen Orten kennenzulernen, an denen sie geschehen ist, bedeutet, kritische Fähigkeiten zu entwickeln, um die Gegenwart einordnen zu können und gegenüber jeder Form von Intoleranz und Diskriminierung nicht gleichgültig zu bleiben“, erklärt Alessandro Huber, Landeskoordinator des Projekts.

Bewerben können sich junge Menschen zwischen 17 und 25 Jahren aus allen Teilen Südtirols. Dabei geht es nicht darum, bereits viel historisches Wissen mitzubringen. Entscheidend sind die persönlichen Beweggründe und das Interesse, sich gemeinsam mit anderen auf diese Erfahrung einzulassen.

Warum möchte ich mitfahren? Welche Fragen beschäftigen mich? Warum möchte ich gemeinsam mit anderen hinschauen und mich mit Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen?

Diese persönliche Motivation können die jungen Menschen in einem kurzen Motivationsschreiben beschreiben.

Bewerbungszeitraum: 23. September bis 1. November 2026
Alter: 17 bis 25 Jahre
Reise: 3. bis 8. März 2027
Anmeldungen online möglich

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen