Die Ausstellung "EXTREM" zeigt die Anpassungsfähigkeit der Natur

Tiroler Landesmuseen-Ausstellung zeigt flexible Natur

Mittwoch, 17. Juni 2026 | 14:20 Uhr

Von: apa

Eine Kooperationsausstellung der Tiroler Landesmuseen und des Alpenzoos zeigt in der Innsbrucker Weiherburg Anpassungsstrategien von Tieren und Pflanzen in extremen Lebensräumen. Zu sehen sind unter dem Titel “EXTREM. Anpassungsstarke Natur” dabei beispielsweise ein stark vergrößerter Urzeitkrebs mit besonderen Fertigkeiten oder eine 30 Millionen Jahre alte fossile Palme aus Tirol. Die Ausstellung läuft vom 18. Juni bis zum 30. Jänner 2028.

Für die Ausstellung habe man die rund 3,5 Millionen Objekte der naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen vor allem begrifflich abgeklopft, sagte die Leiterin ebenjener Sammlung und Ausstellungskuratorin Evelyn Kustatscher am Mittwoch bei einer Presseführung in Innsbruck. “Es ging uns um Extreme wie warm, nass, trocken oder kalt”, erklärte sie. Thematisch dazu passend habe man schließlich ausgewählt.

Auch Exponate aus Übersee, Moore im Fokus

Zudem wolle man mit den gezeigten Exponaten, die zum Teil für die Ausstellung nicht nur aus der Sammlung, sondern auch frisch aus dem 3D-Drucker kommen, auch die “Geschichte der Tiroler Natur erzählen”. Nur für manche Extreme hätten auch Objekte aus Übersee herhalten müssen: “Wir zeigen etwa den extrem anpassungsfähigen nordamerikanischen Moorfrosch.”

Vom Moorfrosch bis zu den Mooren ist es bei “EXTREM” somit sowohl thematisch als auch räumlich nur ein Katzensprung. Auch die Moore und deren “Extremität” stehen nämlich im Mittelpunkt. Sie spielten damit eine wichtige Rolle beim Klimaschutz, denn sie speichern “extrem große Mengen an CO2”, betonte die Kuratorin.

Ausstellung vereint Flöhe, Wüstensandviper und Fischotter

Zwischen Fröschen und Mooren präsentieren sich außerdem noch Flöhe, eine Wüstensandviper, Fischotter oder auch ein Alpenschneehuhn. Was sie verbindet, ist dabei, dass sie es allesamt verstehen, sich entweder gegen Hitze, Kälte oder Austrocknung auf geschickte Art und Weise zu schützen. Der Floh etwa, so klärt die Ausstellung auf, überlebt Kälte bis minus 15 Grad dadurch, dass sein Stoffwechsel quasi ein körpereigenes “Frostschutzmittel” aus Zucker und Alkohol produziert.

“Etwas mitgeben” und für die Natur sensibilisieren

Solches Hintergrundwissen zu vermitteln, sei mithin auch die Intention der Ausstellung, sagten Alpenzoo-Direktor André Stadler und der Innsbrucker Bürgermeister sowie Vizepräsident des Alpenzoos, Johannes Anzengruber (JA – Jetzt Innsbruck) unisono. Man wolle den Alpenzoo-Besuchern nach ihrem Besuch in dieser Hinsicht “noch etwas mitgeben”, erklärte Stadler.

Seit der Wiedereröffnung der Weiherburg beim Alpenzoo sei das gut gelungen, denn bei den wechselnden Ausstellungen begrüße man rund 100.000 Menschen jährlich. Während um die Ecke also die lebenden Tiere weilten, ließe sich hier “thematisch tiefer reingehen” und “Forschung und Bildung” verknüpfen, so Stadler. Es gehe um die “Sensibilisierung für die Natur”, meinte wiederum Anzengruber.

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