Von: mk
Bozen – Liest man in den Medien über das Nachtleben, geht es häufig um Exzesse, Schlägereien oder Alkohol. Dabei entsteht ein verzerrtes Bild, denn solche Ereignisse stellen immer noch die Ausnahme dar. Vielmehr gilt, dass das Nachtleben für Jugendliche eine wichtige Funktion erfüllt. Was sich in Südtirol verbessern könnte, darüber hat sich Julia Rainstadler mit Kevin Pichler unterhalten.
Julia Rainstadler: Kevin, viele Jugendliche sprechen über das Nachtleben in Südtirol. Wie nimmst du die aktuelle Situation wahr?
Kevin Pichler: Südtirol bietet jungen Menschen viele Möglichkeiten, sei es im Sport, in Vereinen oder bei kulturellen Veranstaltungen. Gleichzeitig wünschen sich viele Jugendliche auch mehr Angebote für die Abend- und Nachtstunden, um sich mit Freunden zu treffen und gemeinsam Zeit zu verbringen.
Julia Rainstadler: Warum ist das Nachtleben für Jugendliche überhaupt wichtig?
Kevin Pichler: Es geht nicht nur ums Feiern. Jugendliche suchen Orte, an denen sie neue Menschen kennenlernen, Freundschaften pflegen und gemeinsame Erlebnisse sammeln können. Solche Begegnungen sind ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens und stärken auch das Gemeinschaftsgefühl.
Julia Rainstadler: Welche Wünsche haben Jugendliche in diesem Bereich?
Kevin Pichler: Viele wünschen sich mehr Veranstaltungen, Konzerte, Jugendtreffs oder auch moderne Club- und Eventformate. Wichtig ist dabei, dass die Angebote zu den Bedürfnissen der Jugendlichen passen und gleichzeitig Rücksicht auf die Gemeinden und Anwohner nehmen.
Julia Rainstadler: Wie kann man solche Anliegen am besten angehen?
Kevin Pichler: Ich denke, dass der Dialog der richtige Weg ist. Jugendliche sollten ihre Ideen einbringen können, und gleichzeitig sollten Politik, Vereine, Veranstalter und Gemeinden gemeinsam überlegen, welche Lösungen möglich sind. Nur so entstehen Angebote, die langfristig funktionieren.
Julia Rainstadler: Wird bereits an solchen Lösungen gearbeitet?
Kevin Pichler: Ja, das Thema wird zunehmend diskutiert. Auch innerhalb der SVP beschäftigt man sich mit den Anliegen junger Menschen und sucht nach Möglichkeiten, die Freizeit- und Ausgehmöglichkeiten weiterzuentwickeln. Das zeigt, dass die Stimmen der Jugendlichen gehört werden und man gemeinsam an Verbesserungen arbeiten möchte.
Julia Rainstadler: Was würdest du dir persönlich für die Zukunft wünschen?
Kevin Pichler: Ich wünsche mir ein Südtirol, in dem sich Jugendliche wohlfühlen und gerne ihre Freizeit verbringen. Mehr Veranstaltungen, attraktive Treffpunkte und ein gutes Miteinander zwischen Jung und Alt wären ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft.
Julia Rainstadler: Vielen Dank für das Gespräch.
Kevin Pichler: Danke ebenfalls.




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