Asia Argento feiert ihr Lebenswerk

Asia Argento für Lebenswerk beim Filmfestival Locarno geehrt

Freitag, 14. August 2026 | 16:32 Uhr

Von: importer

Eine sichtlich gerührte Asia Argento hat beim Locarno Film Festival in der Schweiz die Auszeichnung für ihr Lebenswerk entgegen genommen. Nach einer bewegenden Rede und der Preisübergabe brach die römische Schauspielerin in Tränen aus. Festivalleiter Giona A. Nazzaro umarmte sie daraufhin. Die Italienerin erklärte in einem Publikumsgespräch am Freitag, die Auszeichnung sei so bewegend gewesen, weil sie ihr ganzes Leben gesehen und erkannt habe, dass es einen Sinn hatte.

Der Preis komme nach einer Zeit, in der sie sich lange Zeit als gescheitert und wie in einer “Schwebe” gefühlt habe. “Es ist, als würde mir das Universum sagen: Du bist nicht falsch, du bist gut so, wie du bist”. Jetzt gehe es ihr vielleicht ein bisschen besser, sagte sie sichtlich gerührt.

Frühes Leinwanddebüt und Leistungsangst

Als Tochter des Horrorfilmregisseurs Dario Argento und der Schauspielerin Daria Nicolodi gab die 1975 geborene Argento bereits mit elf Jahren ihr Leinwanddebüt. Sie habe die Besessenheit ihres Vaters geerbt, wenn sie über das Kino spreche, erzählte sie.

Argento hat in vielen Filmen ihres Vaters mitgespielt. Das sei nicht immer nur gesund gewesen, erinnerte sie sich, da sie auch Leistungsangst verspürt habe. “Mein Vater hat mich gestern Nachmittag angerufen, und mir zum Preis gratuliert”, sagte Argento. “Er sagte: ‘Wenn du dich anstrengst, bist du gut.'”

Wichtige Figur der #MeToo-Bewegung

Bekannt ist Asia Argento auch als wichtige Figur der #MeToo-Bewegung. Sie war eine der ersten Frauen, die Harvey Weinstein öffentlich des sexuellen Missbrauchs beschuldigten. 2018 wurde sie selbst mit einem Missbrauchsvorwurf konfrontiert.

In Locarno beschrieb sich die Schauspielerin als schüchtern und erzählte, sie habe ursprünglich Schriftstellerin werden wollen. Beim Film habe sie die Schönheit der Stille, wie sie sie nach dem ersten “Action!” am Set der TV-Serie “Sogni e bisogni” (1985) von Sergio Citti erlebte, entdeckt: “Eine übernatürliche Stille, bei der man nicht einmal ein Atmen hört, das gibt es nur am Set.”

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