Das Team bei der "Steckerlfischfiasko"-Premiere in München

Sebastian Bezzel: Franz Eberhofer bis ins hohe Alter möglich

Dienstag, 11. August 2026 | 13:41 Uhr

Von: importer

Gerade erst startet mit “Steckerlfischfiasko” die zehnte Krimikomödie rund um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer im Kino – wird es danach eine weitere Folge geben? Hauptdarsteller Sebastian Bezzel will nichts versprechen. “Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich kann mir schon noch vorstellen, dass ich noch einen mache. Aber ich habe ja keinen Dauervertrag. Ich unterschreibe immer für einen Film”, sagte der Schauspieler anlässlich des Kinostarts am Donnerstag.

“Kann auch sein, dass wir eine Zehn-Jahres-Pause machen, und dann ist der Eberhofer ein alter Mann und sein Sohn ist auf einmal der Dorfgendarm”, sinnierte der Wahl-Hamburger gegenüber der dpa augenzwinkernd. “Also ich kann mir vorstellen, dass ich noch einen Eberhofer mache, wenn ich 85 bin und Enkelkinder habe.”

Bezzel ist das Team, zu dem auch Simon Schwarz und Lisa Maria Potthoff zählen, sehr vertraut – mit allen Konsequenzen. Das sei ein bisschen wie beim Treffen einer Großfamilie. “Es kann auch ganz furchtbar sein, dass man sich total freut und dann sieht man, ach, der eine Onkel, das ist der, der immer so nervt. Und der jetzt wieder angibt, wie toll er ist.” Es sei “total nett”, sich wiederzutreffen. “Aber die Mechanismen, die greifen innerhalb von kürzester Zeit.” Und: “Man kennt sich, man braucht sich nicht mehr groß erklären, man kann direkt mit der Arbeit anfangen.”

Schwarz sorgte für strenge Gerüche

Beim Dreh hat Schwarz das Filmteam mit strengen Gerüchen strapaziert. Damit wollte er seiner Figur des Rudi Birkenberger gerecht werden, der sich nicht mehr wäscht. Seine Bitte an den Fahrer des Teams: “Er sollte die schlechtesten Parfums in den niederbayerischen Drogerien suchen, so miese, beißende Damendüfte”, sagte der Wiener. “Alles, was er penetrant gefunden hat, das haben wir dann versucht aufzutragen, damit die Kollegen und Kolleginnen reagieren, wenn ich komme.”

Tatsächlich sind die Reaktionen auf den verwahrlosten Birkenberger im Film heftig. Auch wenn der Ex-Polizist seinen Zustand mit einem Selbstversuch begründet, gibt es einen ernsten Hintergrund: Er lebt seit längerer Zeit im Auto. “Das ist ganz lustig in der Erzählung, aber in Wirklichkeit ist es ein Drama”, findet Schwarz. “Das ist eine Figur, die an der Armutsgrenze lebt, bis zur Wohnungslosigkeit.” Schauspielerisch sei das nicht leicht. “Die Schwierigkeit ist jedes Mal, sich in diesem Klamauk in irgendeiner Form mit seiner Dramatik durchzusetzen.”

Alle schwärmen von der Oma

Dann ist da noch die Oma Eberhofer, seit dem zweiten Film “Winterkartoffelknödel” gespielt von Enzi Fuchs. Für das Filmteam hat die 89-Jährige eine wichtige Rolle. “Sie ist einfach die Oma, die gehört dazu. Und wenn die Enzi am Set ist, ist sie auch die Set-Oma”, schwärmte Bezzel. “Sie ist entzückend.”

Alle freuten sich, wenn es heißt: “Heute ist ein Tag mit Enzi, und da wird darauf Rücksicht genommen, und alle sind ganz furchtbar nett zu ihr.” Die Schauspielerin genieße das. “Sie will das, sie hat sehr viel Spaß noch dran.”

Der Charme der Eberhofer-Pause

Allerdings reicht ein familiäres Arbeitsklima dem aus Oberbayern stammenden Schauspieler nicht aus. “Das ist wirklich super, aber das darf es halt alleine auch nicht sein. Dann könnten wir uns einfach auch treffen und Urlaub zusammen machen”, meinte der 55-Jährige. “Es muss auch eine gute, befriedigende Arbeit sein. Und das war es auch beim letzten Mal wieder. Durch diese drei Jahre Pause hat es auch wieder besonders viel Spaß gemacht.”

Es ist die zehnte Verfilmung der überaus erfolgreichen Krimikomödienreihe, die nach 2023 nun erneut an den Start geht und insgesamt ein Millionenpublikum angelockt hat. Sie läuft seit 2013 mit einem weitgehend stabilen Ensemble, darunter Eisi Gulp, Gerhard Wittmann, Stephan Zinner, Max Schmidt oder Sigi Zimmerschied. Gedreht wird in Niederbayern, wo auch die Serie spielt.

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