Schaf Manfred und sein liebster Gesprächspartner

“Sheep” im ZDF: Wenn Düringer und Minichmayr Schafe sprechen

Mittwoch, 05. August 2026 | 05:00 Uhr

Von: importer

Eine neue Miniserie macht aus den Alphatieren des österreichischen Schauspiel- und Kabarettbiotops Schafe: Denn in “Sheep” leiht gleich eine ganze Herde heimischer Stars wie Verena Altenberger, Roland Düringer, Birgit Minichmayr, Michael Ostrowski, Berni Wagner oder Christoph Fritz den tierischen Darstellern ihre Stimme. Die fünf Folgen von jeweils rund 20 Minuten Länge sind ab 24. August im ZDF zu sehen. Der ORF folgt voraussichtlich ab Mitte Oktober.

Zum Inhalt: Eine Schafherde – gedreht wurde mit echten Tieren – glaubt, der Bauer sei ihr Diener und sie selbst die Krone der Schöpfung. Wer mit blauer Farbe besprüht wird, darf endlich zum “Obermoser” und sich “selbst entfalten”. Doch das entspannte Leben mit Party, Polonaise und Schnaps ist plötzlich vorbei, als Widder Oliver eine fürchterliche Entdeckung macht: Beim “Obermoser” gibt es gar keine Erfüllung, keine Entfaltung und auch keinen Sinn des Lebens zu finden. Dort wartet nur der Tod auf die Schafe. Nun versucht er, seine verblendeten Artgenossen zu retten, was sich alles andere als ein leichtes Unterfangen entpuppt.

“Sheep” hält nicht mit Gesellschaftskritik zurück, sie wird aber getarnt in absurde Szenen und sprechende Schafe. Die Dialekte der Tiere machen die Miniserie skurriler. So gibt das Schaf Manfred – gesprochen von Düringer – im feinsten Dialekt Lebensweisheiten von sich, wie: “Das Leben ist ein furchtbar komplexer Prozess.”

Regie und Drehbuch ebenfalls aus Österreich

Und nicht nur Manfreds Humor ist nicht für jeden etwas. Spätestens wenn Jella Haase (unter anderem bekannt aus “Fack ju Göhte”) und Merlin Sandmeyer in einer Art Sitcom-Stil Wange an Wange auf einem Bett liegen und nacheinander “Uh. Ah.” sagen, fragt man sich als Zuschauer ein wenig, wie man da jetzt hingekommen ist – und lacht dann trotzdem über die Witze.

Aber nicht nur der Cast der Comedyserie ist in der Wolle österreichisch gefärbt: Mit Alex Reinberg und Leni Gruber steht auch ein heimisches Kreativduo hinter dem Projekt. Die beiden hatten nicht nur die Idee zu “Sheep”, sondern führten auch Regie. Sie sprechen in einem Statement von einem wilden Genremix, “in dem Komik und Tragik untrennbar ineinandergreifen”: “Vielleicht liegt in dieser Fabel von Vierbeinern, die dem Irrglauben aufsitzen, den Menschen domestiziert zu haben, gerade deshalb eine kleine Parabel darüber, was es bedeutet, ein Lebewesen zu sein, nach Freiheit zu streben und für sich und andere einzustehen.” Am Drehbuch hat neben Reinberg und Gruber auch Sebastian Huber von der “Tagespresse” mitgeschrieben.

Im heimischen TV läuft die Serie voraussichtlich ab Mitte Oktober, hieß es vom ORF, der “Sheep” gemeinsam mit dem ZDF produziert hat, auf APA-Anfrage. Vorgesehen ist demnach ein Sendeplatz in der “DIE.NACHT”-Schiene im Anschluss an “Willkommen Österreich”.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen