Von: Matthias Knapp
Bozen – Angesichts der hohen Temperaturen im heurigen Sommer und der anhaltenden Trockenheit wollten wir im Rahmen unserer Spontanbefragung von euch wissen, was ihr von mehr Speicherbecken in Südtirol haltet. Rund 4.000 Leserinnen und Leser haben sich an der Abstimmung beteiligt.
Sowohl der Verband der Seilbahnunternehmer als auch Landtagsvizepräsident Arnold Schuler haben sich im Juli dafür ausgesprochen, dass das Land langfristig in die Wasserinfrastruktur investiert. Die neuen Speicherbecken sollen nicht nur für die technische Beschneiung, sondern auch als Löschwasserreservoir und zur Bewässerung der Landwirtschaft dienen.
Das Ergebnis der Abstimmung fiel äußerst knapp aus: Während eine hauchdünne Mehrheit von 51 Prozent mehr Speicherbecken ablehnt und den Schwerpunkt aufs Wassersparen sowie den Schutz natürlicher Ressourcen legt, halten 49 Prozent mehr Speicherbecken zur Wasserversorgung angesichts des Klimawandels für notwendig.
@sitzi schreibt dazu im Kommentarbereich: „Wasserspeicher ist nicht gleich Wasserspeicher. Ein unterirdisches Speicherbecken, das ausreichende Restwassermengen garantiert und Verdunstungsverluste verhindert, geht mir gut, auch weil es kein optischer Schandfleck ist. Das wäre dann einfach ein technischer Ersatz für die wegschmelzenden Gletscher (die auch in den nächsten paar Jahrhunderten sicher nicht wiederkommen werden). Reserviert für Trinkwasser- und Bewässerungszwecke bzw. als Löschwasser bei Bränden. Und die Landwirtschaft beteiligt sich bitteschön an den Kosten, da sie in erster Linie von der Versorgungssicherheit profitiert. Aber so schiache oberirdische Betonbecken, die hauptsächlich für die Schneekanonen im Winter da sind, die sollen VERBOTEN werden! Die schöne Landschaft als Grundkapital von Südtirol gibt es nur 1 (!) Mal, es gibt keine Reservelandschaft. Und zurückgebaut wird in Südtirol sowieso nie was.“
„Schwimmbäder haben wir ja genug“, merkt @foxi kritisch an.
@MT1 kontert: „Tourismus soll Wasser sparen, da bin ich dabei. Aber solange unsere lieben Agrarökonomen nicht endlich dazu verpflichtet werden, von ihrer verschwenderischen Oberkronenberegnung auf die alternative und sparsame Tropfbewässerung umzustellen und diese weiterhin vor allem Hagelnetze und umliegende Straßen bewässern, sollten diese auch nicht mehr Wasser bekommen.“




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