Von: Redaktion Südtirol News
Ritten – Am Samstag, den 31. Oktober, wurde am Busbahnhof in Klobenstein das erste E-CarSharing-Fahrzeug für die Rittner Dorfgemeinschaft vorgestellt.
Eine Besonderheit des Projekts ist die gemeinschaftliche Finanzierung durch die Gemeinde Ritten, die Tourismusgenossenschaft Ritten und die Raika Ritten. Geplant ist zudem, künftig auch nächtliche „One-Way-Fahrten“ von Bozen zum Ritten zu ermöglichen. Eine weitere Besonderheit: Das Fahrzeug ist ein weiteres E-CarSharing-Auto in Südtirol, das den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung steht.
Das vollelektrische Kompaktfahrzeug VW ID.3 des Anbieters AlpsGo wird von der Gemeindeverwaltung in Zukunft dienstlich genutzt, auch die beiden Partner, die Tourismusgenossenschaft und die Raika Ritten werden das Auto betrieblich buchen. Gleichzeitig bietet das Auto allen Interessierten eine komfortable Alternative zum eigenen Auto. Privatpersonen, Vereine, Betriebe und Gäste können gleichzeitig auf das Angebot zurückgreifen. Der neue Dienst soll dazu beitragen, den Bedarf an privaten Fahrzeugen zu verringern und vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen.
Ideal für planbare Fahrten
Stationsbasiertes Carsharing eignet sich für Bürger besonders für wiederkehrende oder länger geplante Fahrten, wie etwa für den Wocheneinkauf und Ausflüge am Wochenende. Selbstverständlich sind aber auch spontane Fahrten und kurze Strecken möglich. Das Auto kann drei Monate im Voraus gebucht werden und steht dann am Abholtermin zuverlässig an der Station bereit.
Die Nutzung erfolgt einfach: registrieren, reservieren, Auto abholen, fahren und zurückbringen. Die Registrierung ist entweder ohne Fixkosten oder im Abo-Modell möglich. Mit Abo fallen drei Euro pro Stunde und 0,28 Euro pro Kilometer an. Die einmalige Anmeldegebühr von 19 Euro wird für BesitzerInnen des Südtirol Passes oder Alperia-KundInnen teilweise oder vollständig als Fahrtguthaben angerechnet.
Der Gemeindereferent Franz Wenter zeigte sich als Initiator des Projektes bei Übergabe des Autos überzeugt: „Mit der neuen Carsharing-Station ermöglichen wir klimafreundliche Mobilität direkt vor Ort und schaffen einen weiteren Baustein für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne unserer KlimaGemeinde. Dank Landesförderung und gemeinschaftlichen Finanzierung mit unseren beiden Partnern hält sich der finanzielle Aufwand für die Gemeindeverwaltung in Grenzen, dafür wird der Nutzen für unsere Bürger umso größer sein.“
„Mit diesem Projekt setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern einen wichtigen Impuls für eine zukunftsorientierte Mobilität am Ritten. Durch das Zusammenspiel von Gemeinde, Tourismusgenossenschaft und Raiffeisenkasse schaffen wir ein Angebot, das den Alltag der Bevölkerung erleichtert und zugleich unseren Gästen eine nachhaltige und flexible Möglichkeit bietet, sich am Ritten und darüber hinaus fortzubewegen“, betont die Direktorin der Tourismusgenossenschaft Ritten, Monika Hellrigl.
Pilotprojekt für nächtliche Fahrten
Der Referent für Mobilität, Kurt Prast, betonte: „E-Carsharing passt perfekt in die Rittner Mobilitätsstrategie. Carsharing ergänzt unser Mobilitätsangebot sinnvoll und bietet Rittner Bürgerinnen und Bürgern eine flexible und umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto. Besonders spannend wird die erste südtirolweite Umsetzung der Einweg-Nutzung in den Nachtstunden von CaSharing-Autos aus Bozen auf den Ritten. Dadurch entsteht nachts eine attraktive Alternative, wenn die Bahn oder Busse nicht verkehren.“
Mit diesem Projekt nimmt der Ritten eine Vorreiterrolle im Bereich der geteilten Mobilität in Südtirol ein. Durch die enge Zusammenarbeit von öffentlichen Einrichtungen und lokalen Partnern werden Elektromobilität und innovative Mobilitätsangebote miteinander verknüpft. So entsteht ein zukunftsweisendes Angebot, das auf die täglichen Mobilitätsbedürfnisse von Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugeschnitten ist.




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