Von: luk
Bozen – Frauen sind, auch in Südtirol, im zunehmenden Alter stärker armutsgefährdet als Männer. Laut einer Erhebung des Landesstatistikinstituts ASTAT, durchgeführt infolge eines Beschlusses des Südtiroler Landtages, beziehen aktuell rund 3700 Frauen über 67 Jahren kein persönliches Einkommen. Allerdings leben rund 2600 dieser Frauen in einem Haushalt mit einem Jahreseinkommen von über 13.000 Euro, meist sind diese Frauen verheiratet. Aus den von ASTAT aus den Datensätzen der NISF/INPS und den Melderegistern erhobenen Zahlen lässt sich nicht direkt schließen, dass diese Frauen in Armut leben, da (mitunter auch relevante) alternative Einkommensquellen oder Vermögenswerte nicht erfasst werden.
Um der Armut im Alter aktiv entgegenzutreten, ruft Soziallandesrätin Rosmarie Pamer vor allem Frauen dazu auf, die bereits bestehenden Möglichkeiten zu nutzen, indem beispielsweise über einen Zusatzrentenfonds die Rentenkasse aufgefüllt wird. Eine andere Möglichkeit ist bestehende Rentenlücken im Falle von Auszeiten aus Erziehungs- oder Pflegezeiten aufzufüllen. Dies wird über die Region mit öffentlichen Beiträgen unterstützt. “Frauen müssen aktiv werden, um eine mögliche Armut im Alter zeitnah vorzubeugen. Dafür ist es nie zu spät, weil es beispielsweise auch für die rentenmäßige Absicherung der Zeiten, die man für die Pflege der eigenen Eltern aufwendet, einen Beitrag von öffentlicher Seite gibt”, erinnert Landesrätin Rosmarie Pamer.
Im Vorjahr wurden über die Agentur für Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) insgesamt 2,33 Millionen Euro an 871 Begünstigte für die rentenmäßige Absicherung der Pflegezeiten ausbezahlt, bei der rentenmäßigen Absicherung der Erziehungszeiten waren es sogar 9,17 Millionen Euro an 4381 Begünstigte. In Abstimmung mit der Region soll die Leistung, vor allem jene für die rentenmäßige Absicherung der Pflegezeiten, in absehbarer Zeit angehoben werden, Landesrätin Pamer hat einen entsprechenden Vorschlag bei der Regionalregierung bereits deponiert.




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