Von: Sophia Molitor
Bozen – Moderne, sichere und widerstandsfähige Infrastrukturen, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen und den Folgen des Klimawandels standhalten, standen im Mittelpunkt der ANSFISA-Tagung am 1. Oktober im Merkantilmuseum in Bozen. Die ANSFISA ist die nationale Agentur für die Sicherheit von Eisenbahnen sowie Straßen- und Autobahninfrastrukturen.
An der Veranstaltung nahmen unter anderem ANSFISA-Direktor Domenico Capomolla, Unterstaatssekretär Alessandro Morelli, Landeshauptmann Arno Kompatscher und Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider teil. Vertreten waren außerdem die italienische Eisenbahninfrastrukturgesellschaft RFI, die Brennerbasistunnel-Gesellschaft, die Brennerautobahn AG, die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) sowie Fachleute aus dem Bereich Verkehr und Infrastruktur.
Kompatscher: Nachhaltigkeit bedeutet auch Anpassungsfähigkeit
Landeshauptmann Arno Kompatscher hob den Zusammenhang zwischen Infrastruktur, Natur und Klimawandel hervor. “Die Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die Art und Weise, wie wir neue Infrastrukturen bauen, sondern auch unsere Fähigkeit, bestehende Anlagen an veränderte Umweltbedingungen anzupassen”, sagte Kompatscher. Extremwetterereignisse, Erdrutsche, Muren und Steinschläge zeigten, wie wichtig Vorsorge, Widerstandsfähigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Territorium seien. Ziel sei es, durch Investitionen die Sicherheit und Lebensqualität auch für kommende Generationen zu gewährleisten.
Alfreider: Infrastruktur soll den Menschen dienen
Im Podiumsgespräch zu Investitionen und Großprojekten stellte Landesrat Daniel Alfreider die Bedeutung eines integrierten Netzes aus Bahn, öffentlichem Verkehr und Straßen in den Mittelpunkt. “Mobilitätsinfrastrukturen sind die Lebensadern unseres Landes. Nur wenn sie ausreichend ausgebaut und in gutem Zustand sind, ermöglichen sie sichere Mobilität, verbinden Menschen und Regionen in Südtirol und darüber hinaus und schaffen die Grundlage für Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung”, betonte Alfreider. Daher gelte es, sowohl in die Instandhaltung bestehender Netze als auch in neue strategische Infrastrukturen zu investieren, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und Resilienz zu stärken.
Alfreider verwies auf die Investitionen des Landes in das Straßen- und Bahnnetz. Besonderes Augenmerk gelte der Sicherheit sowie der Widerstandsfähigkeit der Infrastrukturen gegenüber Naturgefahren. Eine wichtige Rolle komme auch den Bahnprojekten entlang des Brennerkorridors zu. Der Brennerbasistunnel sei ein strategischer Baustein zur Stärkung der internationalen Bahnverbindungen und für die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.
Im Rahmen der Tagung wurde zudem darauf hingewiesen, dass Instandhaltungsarbeiten und Baustellen zeitweise Beeinträchtigungen für die Nutzerinnen und Nutzer mit sich bringen können. “Die Herausforderung besteht darin, verständlich zu erklären, warum bestimmte Arbeiten notwendig sind”, betonte Alfreider. “Sicherheit, Pünktlichkeit und Servicequalität erfordern kontinuierliche Investitionen. Unsere Aufgabe ist es, diese umzusetzen und gleichzeitig die Auswirkungen auf die tägliche Mobilität so gering wie möglich zu halten.”
Vertreterinnen und Vertreter von Infrastrukturbetreibern, Aufsichtsbehörden und Fachorganisationen diskutierten zudem über Digitalisierung, umweltfreundliche Fahrzeugflotten und Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren. Hervorgehoben wurde die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit, um die Mobilität weiterzuentwickeln.




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