Fachkräftemangel und technologischer Wandel

Berufsbildung: Europa tauscht sich in Bozen aus

Montag, 19. Oktober 2026 | 16:58 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Fachkräftemangel, technologischer Wandel und neue Anforderungen der Arbeitswelt stellen die Berufsbildung europaweit vor große Herausforderungen. Umso wichtiger wird der Blick über die Grenzen: Wie können junge Menschen bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden und welche Erfolgsmodelle lassen sich voneinander lernen?

Diesen Fragen widmet sich das Europäische Kammertreffen 2026, das vom 21. bis 23. Oktober in Bozen stattfindet. Gastgeber sind der lvh.apa Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister sowie die Handelskammer Bozen. Erwartet werden Berufsbildungsexpertinnen und -experten aus Deutschland, Luxemburg, Ostbelgien, Österreich, der Schweiz und Südtirol.

Unter dem Leitgedanken „Berufsbildung gemeinsam gestalten“ tauschen sich die Teilnehmenden über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der dualen Ausbildung aus. Im Mittelpunkt stehen internationale Erfahrungsberichte, bildungspolitische Strategien sowie die Frage, wie junge Menschen auch künftig bestmöglich auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet werden können.

Zu den Referenten zählen unter anderem Landesrat Philipp Achammer, EU-Abgeordneter Herbert Dorfmann sowie die Berufsbildungsexperten Thomas Mayr (WKÖ/ibw) und Christian Sperle (ZDH). Diskutiert werden Themen wie die europäische Bildungspolitik, die Vergleichbarkeit von Qualifikationen und die grenzüberschreitende Anerkennung von Kompetenzen.

“Für Südtirol besitzt der internationale Austausch besondere Bedeutung. Gerade das Handwerk und viele mittelständische Betriebe sind auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Das Europäische Kammertreffen bietet deshalb nicht nur einen Blick auf erfolgreiche Ausbildungsmodelle in anderen Ländern, sondern auch wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Berufsbildung im eigenen Land”, betont lvh-Präsident Martin Haller.

Bezirk: Bozen

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