25 Veranstaltungen in Bozen

Connecting Bz: Drei Tage im Zeichen von Chancen, Erfahrungen und beruflichen Perspektiven

Mittwoch, 07. Oktober 2026 | 17:15 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Drei Tage, 25 Veranstaltungen und über 100 Referentinnen und Referenten machen Bozen zu einem offenen Labor für neue Verbindungen und Chancen. Das sind die Voraussetzungen für die erste Ausgabe von Connecting Bz, einer Veranstaltung, die vom 12. bis 14. November an verschiedenen Orten der Stadt Begegnungen, Diskussionen, Workshops, Shows und Aktivitäten bietet. Beteiligt sind Unternehmen, Branchenverbände, Genossenschaften, Gewerkschaften, Berufskammern, Universitäten, Schulen, Institutionen und die Bürgerinnen und Bürger. Die Initiative wird von der Stadtgemeinde Bozen organisiert, unter der Schirmherrschaft der Autonomen Provinz Bozen, der Handelskammer Bozen und der unibz sowie in Zusammenarbeit mit der Messe Bozen und Good Life.

Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Veränderungen, die die Stadt betreffen – von der Attraktivität der Unternehmen über Bildung und Ausbildung, die Veränderungen der Arbeitswelt und den Generationenwechsel bis hin zur Förderung von Talenten. Diese Themen werden mit den Voraussetzungen verbunden, die eine persönliche und berufliche Entfaltung ermöglichen: Lebensqualität, eine gute Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sowie die Möglichkeit, die eigenen Ziele und Ambitionen zu verfolgen. Das Festival entsteht, um die Distanz zwischen jenen zu verkürzen, die ihren eigenen Weg suchen, und jenen, die dazu beitragen können, ihn zu gestalten. Es schafft Möglichkeiten, sich kennenzulernen, Kompetenzen und Erfahrungen zu verbinden und neue Perspektiven miteinander zu teilen.

Heute Vormittag wurde im Alten Rathaus unter den Lauben die erste Ausgabe von „Connecting Bz“ vorgestellt. Die neue Initiative will Akteure aus Wirtschaft, Bildung, Verwaltung und Gesellschaft miteinander vernetzen, neue Kooperationen ermöglichen und die Attraktivität der Stadt für junge Talente stärken.

Im Beisein von Bürgermeister Claudio Corrarati und Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo stellten der Programmverantwortliche Luca Barbieri von der Agentur Blum und die Vertreterinnen und Vertreter der Partnerorganisationen die Themen und Schwerpunkte der dreitägigen Veranstaltung vor.

„Mit dieser Initiative möchten wir einen anderen Blick auf die Stadt werfen,“ so Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati. „Allzu oft sprechen wir von Betriebsschließungen, von Arbeitsplatzverlusten und von den Herausforderungen der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung. Wir wollen hingegen sichtbar machen, welche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten der lokale Arbeitsmarkt bietet.“ Bozen verfüge über viele erfolgreiche und innovative Unternehmen, über alle Branchen hinweg. „Wir möchten insbesondere den jungen Menschen, die sich hier eine Existenz aufbauen wollen, vermitteln, dass sie in der Stadt gute berufliche Perspektiven und qualifizierte Arbeitsplätze vorfinden.“

Die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung sei eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Verwaltung, da sie wesentlich zum Wohlstand der Bevölkerung und zur Stabilität der sozialen Sicherungssysteme beitrage, so der Bürgermeister. Corrarati dankte in diesem Zusammenhang allen, die sich an der Initiative beteiligen, den Wirtschaftsverbänden, den Sozialpartnern, der Landesverwaltung, der Handelskammer, der Universität und allen anderen Partnern.

„Wir wollen die Chancen des Arbeitsmarktes zum Thema machen. Dafür werden wir Unternehmen, Backoffices, Restaurants und Hotels besuchen und uns ihre Erfolgsgeschichten anhören. Unsere Stadt hat Zukunftspotenzial und Innovationskraft. Mit „Connecting Bz“ wollen wir als Verwaltung deutlich machen, dass Bozen nicht nur qualifizierte Beschäftigung bietet, sondern dass es sich lohnt, hier zu bleiben, sich eine Zukunft aufzubauen und die Chancen, die der lokale Arbeitsmarkt bietet, zu nutzen.“

Das Programm am Donnerstag, 12. November: Bozen, Zukunftslabor

Der Auftakt am Donnerstag, 12. November, im Festsaal des Rathauses Bozen steht ganz im Zeichen zweier Stimmen aus der internationalen Wissenschaft. Giulio Buciuni, Dozent für Business Innovation an der Trinity Business School in Dublin, wissenschaftlicher Koordinator der Fondazione Nord Est und Autor von «Periferie competitive», spricht über die Rolle von Städten und ihren Ökosystemen in der neuen Geographie der Innovation. Isabell M. Welpe, Professorin für Strategie und Organisation an der TUM School of Management der Technischen Universität München, widmet sich hingegen neuen Führungsmodellen und der Zukunft der Arbeit.

Im Anschluss diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der wichtigsten lokalen Wirtschaftsorganisationen: HDS – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol, Confindustria Alto Adige, LVH-APA, CNA Alto Adige, Südtiroler Bauernbund, Hoteliers- und Gastwirteverband, Confesercenti, Raiffeisenverband Südtirol, Coopbund und AGCI Alto Adige.

Der Tag endet im Theater Rainerum mit einem Gespräch über den Optimismus zwischen Claudio Cerasa, Journalist, Schriftsteller und Chefredakteur der Tageszeitung Il Foglio, und Inès Makula, Co-Host und Co-Produzentin des Innovationspodcasts Made IT. Im Mittelpunkt stehen der Wert von Vertrauen, die Fähigkeit, Veränderungen zu erklären, und die Möglichkeit, Zukunft zu gestalten.

Das Programm am Freitag, 13. November: Jugend, Unternehmen und Freude

Am Freitag, 13. November, widmet sich Connecting BZ dem Verhältnis zwischen den neuen Generationen und der Arbeitswelt. Im Repräsentationssaal des Bozner Rathauses geht es um «Talente, Unternehmen und Rechte für den Einstieg in die Arbeitswelt»: Junge Botschafter und Botschafterinnen, die von den Branchenverbänden nominiert wurden, stellen Schülerinnen und Schülern der vierten und fünften Klassen Berufe, Karrierewege und Möglichkeiten in der Stadt vor. Anschließend beantworten die Gewerkschaften CGIL/AGB, CISL/SGB, UIL/SGK und ASGB ihre Fragen zum Arbeitsmarkt in einem interaktiven Austausch. Parallel dazu findet der „Tag der offenen Türen im Rathaus“ statt, ein Rundgang für Oberschulen und Universitätsklassen, bei dem sie die Geschichte, Funktionsweise, Berufsbilder und Beschäftigungsmöglichkeiten der Stadtverwaltung kennenlernen.

Am Nachmittag geht es an der Freien Universität Bozen (unibz) bei «Unternehmen auf dem Prüfstand der neuen Generationen» um die Attraktivität von Organisationen. Dabei werden Erwartungen, Kompetenzen, Organisationsmodelle und Veränderungen der Arbeitswelt miteinander verglichen. Mit dabei sind Marjaana Gunkel, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Bozen, Daniela Niederstätter, CEO von Niederstätter, Francesca Zeni, Expertin für Talent Acquisition, People Strategy und Organisationsentwicklung, sowie Linus Siming, Prodekan für Forschung und Professor für Finanzintermediation an der unibz.

Das Programm wird an verschiedenen Orten der Stadt mit „Blick hinter die Kulissen“, Workshops und Begegnungen fortgesetzt, die von Branchenverbänden und Genossenschaftsverbänden organisiert werden. Der Südtiroler Bauernbund und der Raiffeisenverband Südtirol laden dazu ein, Mila und die Kellerei Bozen kennenzulernen. Confartigianato Imprese organisiert in Zusammenarbeit mit dem NOI Techpark einen Workshop im Maker Space rund um Handwerk und Innovation.

Der Hoteliers- und Gastwirteverband ermöglicht dem Publikum einen „Blick hinter die Kulissen” von sechs Hotels der Stadt: Parkhotel Laurin, Hotel La Briosa, Parkhotel Mondschein, Hotel Castel Hörtenberg, Stadt Hotel Città und Falkensteiner Hotel Bozen WaltherPark. Für die Jüngsten organisiert CNA Alto Adige im Cristallo Young Handwerksworkshops, bei denen verschiedene Berufe praktisch ausprobiert werden können. AGCI und Coopbund laden zu Begegnungen ein, um die Welt der Genossenschaften besser kennenzulernen. Auf dem Maria-in-der-Au-Platz veranstaltet Confesercenti eine offene Diskussionsrunde über das Verhältnis zwischen Qualität des öffentlichen Raums, Lebensqualität in den Stadtvierteln und lokalem Einzelhandel.

Die Schulen werden erneut einbezogen, HDS – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol startet „Next Generation 6.0 – Lust auf Wirtschaftlich?“, ein Treffen mit Südtiroler Unternehmerinnen und Unternehmern, die den Jugendlichen von ihren Erfahrungen erzählen.

Auch die Stadtgemeinde öffnet ihre Türen für die Bürgerinnen und Bürger und bietet einen Rundgang durch das Rathaus, den Gemeinderatssaal und die Büros der Stadtverwaltung an.

Der Tag endet im Theater Rainerum mit „Die Wellenlänge des Glücks“, einer Show von Gabriella Greison, Kernphysikerin, Schriftstellerin, Dramatikerin und Wissenschaftskommunikatorin.

Das Programm am Samstag, 14. November: Good Job Fair parallel zu Good Life

Die Veranstaltung endet am Samstag, 14. November, mit der Good Job Fair, die in Halle H1 der Messe Bozen in Zusammenarbeit mit Good Life stattfindet.

Der für alle Bürgerinnen und Bürger offene Tag bietet Panels zu Nachhaltigkeit, Arbeit, Unternehmertum, Frauenwirtschaft, kultureller und touristischer Attraktivität, freien Berufen, Family Business und Generationenwechsel. Zu den geplanten Programmpunkten gehört auch ein Panel zum Verhältnis zwischen Sport, Arbeit und Unternehmertum. Dabei wird aufgezeigt, wie die im Leistungssport entwickelten Kompetenzen in der Unternehmenswelt entscheidend sein können. Es werden Alexander Egger, ehemaliger professioneller Eishockeyspieler und heute CEO von Dryit, Maicol Verzotto, mehrfacher Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften im Wasserspringen und CEO von Soource, Kathrin Ress, ehemalige professionelle Basketballspielerin und Mitglied der italienischen Nationalmannschaft, die heute im Familienhotelbetrieb tätig ist, sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Sport und Unternehmertum in Südtirol zu Wort kommen.

Neben der Bühne bietet ein Ausstellungs- und Erlebnisbereich Branchenverbänden, Genossenschaften und Berufskammern die Möglichkeit, Berufe und Kompetenzen anhand konkreter Aktivitäten vorzustellen. Das Publikum kann bei Optometristinnen und Optometristen einen Sehtest machen, Roboter für die Gastronomie kennenlernen, hochwertiges Handwerk entdecken und an interaktiven Quizzen zur Stadt Bozen und zur Funktionsweise der Stadtverwaltung teilnehmen. Ein Raum, der zeigt, wie sich traditionelle Berufe weiterentwickeln, innovativ gestalten und auch in Zukunft Wert schaffen können.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos, eine Anmeldung über die Website von Connecting Bz wird jedoch empfohlen. Sozialen Medien: Instagram, Facebook und Linkedin.

Connecting BZ ist das von der Stadtgemeinde Bozen organisierte Festival, das den Dialog zwischen Menschen, Kompetenzen, Unternehmen und Institutionen fördern und die beruflichen und unternehmerischen Möglichkeiten der Stadt sichtbar machen möchte. Mit einem vielfältigen Programm aus Begegnungen, Diskussionen, Workshops, Shows und Aktivitäten für die Bürgerinnen und Bürger bringt die Veranstaltung Branchenverbände, Genossenschaften, Gewerkschaften, Universitäten, Schulen, junge Menschen und die lokale Gemeinschaft zusammen. Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft der Autonomen Provinz Bozen, der Handelskammer Bozen und der Freien Universität Bozen sowie in Zusammenarbeit mit der Messe Bozen statt.

Bezirk: Bozen

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