Von: Redaktion Südtirol News
Brixen – Italien und Europa brauchen dringend eine strukturelle Industriepolitik, die die Unternehmen weltweit wettbewerbsfähig macht, und somit auch in Zukunft nachhaltiges Wachstum, Wohlfahrt und Wohlstand in Europa und seinen Mitgliedsstaaten sichert – diese Forderung wurde bei einer Tagung der Sektion Metall im Unternehmerverband Südtirol deutlich, die kürzlich bei der Duka AG in Brixen stattfand. Referent dabei war Federmeccanica-Direktor Stefano Franchi.
„Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Europas wird sich nicht an den Kosten messen lassen. Sie wird vielmehr von der Fähigkeit abhängen, Innovation, Technologie, Kompetenzen und Mehrwert zu schaffen. Und genau bei diesen Faktoren können und müssen untere Unternehmen weiterhin den Unterschied machen“, unterstrich die Präsidentin der Sektion Metall, Arianna Giudiceandrea.
Innovation, die in den Unternehmen stattfindet, wie Daniel Krapf, Vize-Präsident der Sektion und Gastgeber, betonte: „Über Jahre haben wir von Forschung und Entwicklung gesprochen und dabei vergessen, dass diese Tätigkeit langfristig nur dort stattfinden kann, wo es Produktion und somit eine praktische Anwendung gibt. Es ist offensichtlich: Ohne Industrie gibt es keine Innovation.“
„Die USA und China haben die Industrie gewählt und investieren massiv in diesen Sektor. Europa muss sofort handeln, groß denken, und die Industrie in den Mittelpunkt stellen“, so Federmeccanica-Direktor Stefano Franchi. „Sowohl Europa als auch Italien brauchen eine Industriepolitik, die Wachstum fördert, strategische Wertschöpfungsketten unterstützt, die strategischen Assets schützt und in Innovation und Forschung investiert und auf die Kosten Einfluss nimmt“, unterstrich Franchi. „Wenn wir die zentrale Rolle der Arbeit ernst nehmen, dann müssen wir die zentrale Rolle der Industrie anerkennen. Wir müssen stets die Übereinstimmung zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit anstreben und erreichen.“
Auf dem Programm des zweitägigen Besuchs von Franchi in Bozen stand neben der Besichtigung der Duka AG auch ein Rundgang durch die Microtec AG in Brixen sowie bei der Pichler Projects GmbH in Bozen. Begleitet von Unternehmerverbands-Direktor Mirco Marchiodi, konnte Franchi die Exzellenz und Innovation der Südtiroler Industriebetriebe aus nächster Nähe kennenlernen. „Die Innovationskraft unserer Unternehmen ist oft wenig bekannt, auch in Südtirol. Wenn man die Unternehmen von innen sieht, dann merkt man erst, wie außergewöhnlich sie sind. Sie sind für das Land und sein Wachstum von entscheidender Bedeutung, und wir müssen die Voraussetzungen schaffen, damit sie sich weiterentwickeln können“, so Marchiodi.




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