Moser: „Leerstände reduzieren und Unternehmen bei den Mietkosten entlasten"

Flat Tax für Geschäftsmieten: hds begrüßt Vorstoß

Dienstag, 29. September 2026 | 09:21 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Die mögliche Einführung einer „Cedolare Secca” für gewerbliche Mietverträge im Zuge des staatlichen Haushaltsgesetzes 2027 stößt beim Wirtschaftsverband hds auf Zustimmung. Derzeit wird in Rom eine Ausweitung der pauschalen Besteuerung auf Geschäftslokale und andere gewerblich genutzte Immobilien diskutiert. Eine endgültige Regelung liegt noch nicht vor.

„Eine Flat Tax für Geschäftsmieten wäre ein starkes und längst überfälliges Signal für den stationären Handel und unsere Ortszentren. Sie kann dazu beitragen, leerstehende Geschäftslokale wieder auf den Markt zu bringen und gleichzeitig Spielraum für niedrigere Mieten zu schaffen”, betont hds-Präsident Philipp Moser.

Ein entsprechendes Modell gab es bereits 2019: Damals konnte für neu abgeschlossene Mietverträge von Geschäftslokalen der Katasterkategorie C/1 bis 600 Quadratmeter unter bestimmten Voraussetzungen eine pauschale Besteuerung von 21 Prozent gewählt werden. Die Regelung wurde anschließend jedoch nicht dauerhaft fortgeführt.

Auch der gesamtstaatliche Dachverband Confcommercio setzt sich seit Jahren für eine Ausweitung ein und hat die Forderung zuletzt gegenüber dem italienischen Wirtschafts- und Finanzministerium erneuert. Vorgeschlagen wird unter anderem eine Regelung für Nahversorgungsgeschäfte, verbunden mit einer vertraglichen Reduzierung der Miete.

„Hohe Mietkosten und leerstehende Flächen sind zwei Seiten derselben Medaille. Wenn es gelingt, Eigentümer steuerlich zu entlasten und diesen Vorteil auch an die Betriebe weiterzugeben, profitieren Unternehmer, Immobilienbesitzer und vor allem unsere Städte und Dörfer”, so Moser abschließend. „Jetzt gilt es, aus der angekündigten Möglichkeit eine einfache, praktikable und dauerhafte Regelung zu machen.”

Bezirk: Bozen

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