Minister fordern die freie Fahrt durch Hormuz

G20-Finanzminister beenden Gipfel mit gemeinsamer Erklärung

Mittwoch, 02. September 2026 | 04:46 Uhr

Von: importer

Die Finanzminister der G20-Staaten haben ihr zweitägiges Treffen in den USA mit einer gemeinsamen Abschlusserklärung des G20-Vorsitzes beendet. Die Minister forderten darin am Dienstag in Asheville im US-Staat North Carolina mehrheitlich “die freie, sichere und berechenbare Schifffahrt durch die Straße von Hormuz”, die seit Beginn des Iran-Krieges von Teheran weitgehend blockiert wird. Lediglich China hatte Einwände gegen diese Textpassage erhoben.

In der Erklärung ist vermerkt, dass der Absatz über die Straße von Hormuz “von allen Mitgliedern der G20 mit Ausnahme Chinas gebilligt wurde”. Überdies drangen die G20-Finanzminister in der Erklärung auf “die Beilegung andauernder Kriege und Konflikte”. Dies sei “für das Aufrechterhalten eines nachhaltigen Wachstums unerlässlich”, hieß es. Laut US-Finanzminister Scott Bessent ist die Zustimmung fast aller Teilnehmer zu der Abschlusserklärung des G20-Vorsitzes ein Zeichen dafür, dass die Anwesenheit des russischen Vertreters bei dem Treffen in Asheville “keine Auswirkungen hatte”.

Berlin irritiert

Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne und hatten den russischen Finanzminister Anton Siluanow ohne Absprache mit den Partnern zu dem Treffen in Asheville eingeladen. Deutschlands Finanzminister Lars Klingbeil nannte dies “irritierend”.

Er und die anderen Finanzminister und Notenbankchefs trafen erstmals seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine vor viereinhalb Jahren wieder persönlich auf den russischen Ressortchef. EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis sagte am Dienstag am Rande des G20-Finanzministertreffens, es sei “nicht der richtige Zeitpunkt”, die Beziehungen zu Russland zu “normalisieren”.

USA werben bei G20 für lockere KI-Regeln

Am Rande des Treffens drängten die USA zu einem zurückhaltenden Ansatz bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI). Der US-Technologieberater Michael Kratsios warb am Dienstag für die Annahme der “Carolina Principles”. Diese sehen vor, auf neue Gesetze für KI zu verzichten und stattdessen Regeln für “neuartige” Anwendungsfälle zu schaffen. Kratsios zufolge hat auch die chinesische Regierung die Prinzipien unterzeichnet.

An dem Treffen nahmen per Video auch die Chefs von Meta, Mark Zuckerberg, und SpaceX, Elon Musk, sowie der Chef von Google DeepMind, Demis Hassabis, teil. Während Hassabis Sicherheitstests für KI-Systeme forderte, sprach sich Zuckerberg gegen die Einschränkung von sogenannten Open-Weight-Modellen aus, bei denen Kernelemente öffentlich zugänglich sind. Musk kritisierte die Technologie-Regularien der Europäischen Union. Diese würden den Fortschritt für Unternehmen behindern.

Das Treffen findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die USA einem wachsenden Wettbewerb durch Chinas KI-Fähigkeiten gegenüberstehen. Ein Gremium der Vereinten Nationen hatte zudem gewarnt, dass die Entwicklung der KI das wissenschaftliche Verständnis und die staatliche Politik überhole. Sorgen über die Sicherheit der Technologie wurden zuletzt durch einen Hackerangriff verstärkt, der durch ein außer Kontrolle geratenes KI-Programm ausgelöst wurde.

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