Von: Matthias Knapp
Bozen – Auf dem ISOV-Portal – Informationssystem der öffentlichen Verträge ist ab sofort die neue Funktion “Smart – Direktvergaben” verfügbar. Diese Funktion gestaltet die Verwaltung von Direktvergaben einfacher, schneller und effizienter.
Bei den Direktvergaben stehen nun zwei Vorgehensweisen zur Verfügung: die Direktvergabe im “klassischen Modus” (Einleitung eines Verfahrens zur digitalen Einreichung und Bewertung des Angebots auf dem Portal) und die neue “Smart-Direktvergabe”. Die Wahl der Vorgehensweise obliegt dem oder der Einheitlichen Projektverantwortlichen (EPV), der/die unter Berücksichtigung der Merkmale und Anforderungen des Verfahrens die Vorgehensweise auswählt.
Die neue Vorgehensweise ist Teil des Innovations- und Vereinfachungsprozesses des Informationssystems der öffentlichen Verträge und will den Verwaltungsaufwand reduzieren, unnötige Schritte eliminieren und die Abwicklung der Verfahren durch die Vergabestellen und die Wirtschaftsteilnehmenden vereinfachen.
Vereinfachung für Vergabestellen und Wirtschaftsteilnehmer
Eine der wichtigsten Neuerungen der “Smart-Direktvergaben” betrifft das neue Vorgehensmodell: Für Wirtschaftsteilnehmer ist es nicht mehr erforderlich, ein Angebot über das ISOV-Portal einzureichen. Die Vergabestelle nimmt das Angebot und die erforderlichen Unterlagen nämlich außerhalb des Portals entgegen und wickelt die Auftragsvergabe anschließend über das ISOV-Portal ab.
Für die Vergabestellen ermöglicht das neue Verfahren eine schnellere und schlankere Abwicklung des Auftrags, ohne dass auf dem Portal ein Verfahren zur digitalen Einreichung und Bewertung des Angebots eingeleitet werden muss. Die Vergabestelle kann somit die Auftragsvergabe auf der Grundlage des eingegangenen Angebots und der Unterlagen abwickeln, wobei der CIG zügig generiert und erfasst wird (bei Beträgen unter 5000 Euro in Echtzeit; bei Beträgen über 5000 Euro innerhalb von 48 Stunden, je nach Bearbeitungszeit von ANAC).
Das Modell ermöglicht eine Vereinfachung des Prozesses, in dem es den Aufwand für die Wirtschaftsteilnehmenden reduziert und die Abwicklung des Verfahrens für die Vergabestellen beschleunigt. Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärt dazu: “Mit der neuen Funktion wird die Möglichkeit geschaffen, Direktvergaben einfacher, schneller und effizienter abzuwickeln. Das ist auch unser Anspruch an eine moderne Verwaltung: Digitalisierung so einzusetzen, dass sie konkrete Vereinfachungen schafft – und dadurch Zeit sowie Ressourcen eingespart werden können.”




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