Von: Sophia Molitor
Bozen – Anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August 2026 machen die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), netz | Dachverband Offene Jugendarbeit, der Südtiroler Jugendring (SJR) und die Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJA) auf die zentrale Rolle der Jugendarbeit für Demokratie, Menschenrechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Beteiligung junger Menschen aufmerksam. Jugendarbeit schafft Räume, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Meinungen kennenlernen und demokratische Werte im Alltag erleben können. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Extremismus.
„Gerade angesichts gesellschaftlicher, politischer und globaler Herausforderungen braucht es Orte, an denen junge Menschen ihre Anliegen einbringen, unterschiedliche Meinungen austauschen und den Umgang mit demokratischen Werten erleben können“, erklärt Sonja Anna Plank, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste. „Jugendarbeit bietet genau diese Räume. Meinungen auszuhalten, respektvoll miteinander zu diskutieren und Vielfalt als Bereicherung zu erleben, sind wichtige Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens.“

Wolfram Nothdurfter, Präsident von netz | Dachverband Offene Jugendarbeit, fügt hinzu: „Es geht letztlich um das Gemeinwohl, welches allen Menschen Zugehörigkeit und ein Leben in Würde ermöglicht. Da hat auch unsere Gesellschaft noch viel zu lernen. Jugendarbeit bietet den jungen Menschen Räume, in denen sie sich einbringen können, Kompetenzen erweitern und Verantwortung für sich und für die Gemeinschaft auszuprobieren, und sich für das größere Ganze einzusetzen. Die Gesellschaft tut gut daran, Kindern und Jugendlichen diese wichtigen Lernerfahrungen zu ermöglichen, um sich selbst zu erneuern.“
Geschichte darf nicht vergessen werden
Zugleich erinnert der Tag der Jugend daran, dass Menschenrechte, Demokratie und Minderheitenschutz keine Selbstverständlichkeiten sind. Mit dem Wegfall der letzten Zeitzeug*innen wird die aktive Erinnerungskultur immer wichtiger. Geschichte darf nicht vergessen werden. Die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung, Diskriminierung und den Folgen extremistischer Ideologien bleibt eine wichtige Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Auch junge Menschen spielen dabei eine wichtige Rolle.
„Das Engagement junger Menschen ist eine treibende Kraft für Zusammenhalt und Fortschritt. Wer ihnen zuhört, ihre Ideen aufgreift und Mitgestaltung ermöglicht, stärkt nicht nur die Jugend, sondern unsere gesamte Gesellschaft,“ so Katja Oberrauch, SJR-Vorsitzende.

Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen junge Menschen verlässliche Bezugspersonen, Unterstützung und Räume, in denen sie ihre Anliegen einbringen können. Auch der Kinder- und Jugendanwaltschaft ist dieses Thema ein großes Anliegen. „Indem die Jugendarbeit jeden jungen Menschen als absolut gleichwertig anerkennt, schafft sie Räume der Zugehörigkeit und baut Schutzmauern gegen jede Form von Ausgrenzung. Sie schützt die unveräußerliche Menschenwürde und gibt den Rechten von Kindern und Jugendlichen dadurch eine unüberhörbare Stimme,“ unterstreicht Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller abschließend zum Weltjugendtag.




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