Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Weniger Aufwand bei öffentlichen Aufträgen soll es künftig geben: Mit den neuen „Smart-Direktvergaben“ entfällt für Unternehmen ein Verfahrensschritt im ISOV-Portal.
Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) begrüßt die Neuerung als konkrete Vereinfachung für kleine und mittlere Betriebe. Damit wird ein zentrales Anliegen des lvh nach einfacheren Vergabeverfahren aufgegriffen.
Die neue Funktion „Smart-Direktvergaben“ im Informationssystem öffentliche Verträge (ISOV) vereinfacht die Abwicklung von Direktvergaben. Unternehmen müssen ihr Angebot dabei nicht mehr über ISOV einreichen. Die eigentliche Vergabe wird weiterhin über das System abgewickelt. Die klassische Direktvergabe über das Portal bleibt möglich.
„Öffentliche Aufträge sind für viele Handwerksbetriebe ein wichtiger Markt. Der Zugang dazu darf nicht an unverhältnismäßigem Verwaltungsaufwand scheitern. Wenn Verfahren einfacher werden, profitieren Betriebe und öffentliche Auftraggeber gleichermaßen. Die Smart-Direktvergabe setzt genau dort an und baut unnötige Hürden ab“, betont lvh-Präsident Martin Haller.
Vereinfachung seit Langem gefordert
Der lvh setzt sich seit Jahren für einfachere und praxisnähere Vergabeverfahren ein. Dabei hat der Verband wiederholt auf unnötige Mehrfacheingaben und den hohen Verwaltungsaufwand hingewiesen und sich insbesondere für eine einfachere Abwicklung von Direktvergaben ausgesprochen.
Gerade in kleineren Handwerksbetrieben müssen Verwaltungsaufgaben häufig zusätzlich zum Tagesgeschäft bewältigt werden. Umso wichtiger sind schlanke Verfahren, die im Betriebsalltag möglichst wenig Zeit und Aufwand verursachen.
„Entscheidend ist, dass Digitalisierung nicht zusätzliche Bürokratie schafft, sondern bestehende Abläufe tatsächlich vereinfacht. Wenn ein Arbeitsschritt wegfällt und eine Vergabe dadurch schneller und unkomplizierter abgewickelt werden kann, ist das eine konkrete Entlastung für unsere Betriebe. Daran sollte sich Digitalisierung in der Verwaltung messen lassen“, erklärt lvh-Direktor Walter Pöhl.




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