Von: Matthias Knapp
Bozen – Während sich der Mietmarkt auf nationaler Ebene in Italien spürbar abkühlt, verzeichnet Südtirols Landeshauptstadt einen deutlichen Schub nach oben. Laut einer aktuellen Erhebung des Immobilienportals idealista stiegen die Preise für Mietwohnungen im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 2,7 Prozent.
Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 16,30 Euro hebt sich Bozen deutlich vom landesweiten Trend ab. Während die Mieten in Italien im Schnitt um 0,3 Prozent nachgaben, legte Bozen spürbar zu und hängte im Monatsvergleich auch Metropolen wie Mailand und Bologna ab. Beide Städte verzeichneten ein leichtes Plus von 0,3 Prozent.
Im nationalen Ranking der teuersten Landeshauptstädte nimmt Bozen aktuell den sechsten Rang ein, wobei der Unterschied zu Bologna auf dem fünften Platz mit 16,70 Euro pro Quadratmeter nur 40 Cent ausmacht. Nach Mailand mit 22,50 Euro pro Quadratmeter folgen Florenz (21,40 Euro pro Quadratmeter), Venedig (20,10 Euro pro Quadratmeter) und Rom (19,20 Euro pro Quadratmeter).
Die Preise für Mietwohnungen liegen in Bozen im Schnitt um fast zwei Euro über dem italienischen Gesamtdurchschnitt von 14,60 Euro pro Quadratmeter. Wer in Bozen eine Wohnung sucht, muss deshalb relativ tief in die Tasche greifen. Für eine Standardwohnung von 60 Quadratmetern verlangen Vermieter in Bozen derzeit im Schnitt rund 980 Euro pro Monat – ohne Betriebskosten.
Allerdings basieren die Daten auf Angebotspreisen von Online-Inseraten und stellen nicht zwingend die final verhandelten Mietverträge dar.
Kontrast zu Trient
Ganz anders stellt sich die Lage in Südtirols Nachbarprovinz dar: In der Hauptstadt Trient sanken die Mietpreise im Oktober um 0,6 Prozent. Dieser Rückgang spiegelt sich auch im Gesamtwert für die Region Trentino-Südtirol wider, wo der Mittelwert mit 13,90 Euro pro Quadratmeter unter dem italienischen Durchschnitt bleibt.




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