Von: Sophia Molitor
Bozen – Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Da die Erkrankung im Anfangsstadium oft unbemerkt bleibt, kommt einer rechtzeitigen Information und einer individuell abgestimmten Vorsorge besondere Bedeutung zu. Anlässlich des Aktionsmonat Movember ruft die Südtiroler Krebshilfe Männer dazu auf, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und bestehende Hemmschwellen abzubauen.
“Viele Männer kümmern sich selbstverständlich um Familie, Beruf und ihr Umfeld, stellen die eigene Gesundheit jedoch häufig hinten an. Gerade bei Prostatakrebs kann dies problematisch sein, da erste Anzeichen oftmals fehlen. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Möglichkeiten der Vorsorge zu kennen”, betont die Südtiroler Krebshilfe. Der internationale Aktionsmonat Movember steht seit Jahren für die Förderung der Männergesundheit und macht insbesondere auf Prostatakrebs, Hodenkrebs sowie psychische Gesundheit aufmerksam. Die Südtiroler Krebshilfe unterstützt diese Initiative und möchte Männer dazu ermutigen, gesundheitliche Fragen offen anzusprechen und Vorsorge als selbstverständlichen Bestandteil eines gesundheitsbewussten Lebensstils zu betrachten.
Individuelle Vorsorge statt pauschaler Empfehlungen
Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, kann mit zunehmendem Alter steigen. Auch familiäre Vorbelastungen können die persönliche Risikosituation beeinflussen. Deshalb gibt es keinen einheitlichen Vorsorgeweg für alle Männer. Entscheidend ist vielmehr eine individuelle Beratung gemeinsam mit dem Hausarzt oder Facharzt, um den geeigneten Zeitpunkt und die passenden Untersuchungen festzulegen.
Ein wichtiger Bestandteil der Abklärung kann die Bestimmung des PSA-Wertes sein. Dieser Laborwert wird von der Prostata gebildet und kann Hinweise auf Veränderungen geben. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet jedoch nicht automatisch eine Krebserkrankung. Auch gutartige Veränderungen oder Entzündungen können zu erhöhten Werten führen. Maßgeblich ist daher stets die ärztliche Beurteilung im Zusammenhang mit der gesamten Krankengeschichte und den individuellen Risikofaktoren.
Chancen durch eine frühzeitige Diagnose
Dr. Guido Mazzoleni, Präsident des Ärztebeirates der Südtiroler Krebshilfe, betont: „Warten Sie nicht auf Beschwerden. Prostatakrebs verursacht im Frühstadium häufig keine Symptome. Eine rechtzeitige Beratung und individuell abgestimmte Vorsorgemaßnahmen helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und die bestmöglichen Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen.“
Die Fortschritte in Diagnostik und Therapie haben in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, die Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs zu verbessern. Wird die Erkrankung früh erkannt, stehen heute zahlreiche wirksame Therapieoptionen zur Verfügung.
Mit der Kampagne „Ich schau auf mich – und du?“ möchte die Südtiroler Krebshilfe Männer ermutigen, offen über Gesundheit zu sprechen und die eigene Vorsorge aktiv in die Hand zu nehmen. Sich untersuchen zu lassen, Fragen zu stellen und medizinischen Rat einzuholen, ist laut dem Verband kein Zeichen von Unsicherheit, sondern Ausdruck von Verantwortung gegenüber sich selbst und den Menschen, die einem nahestehen.
Die Südtiroler Krebshilfe lädt daher alle Männer ein, den Movember zum Anlass zu nehmen, sich bewusst mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen.




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