Kompatscher: Wohnen und Praktika im Fokus

Studierende fordern bessere Bedingungen

Donnerstag, 01. Oktober 2026 | 17:19 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Aktuelle Anliegen von Studierenden und die Weiterentwicklung der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) standen im Mittelpunkt eines Austauschs mit Landeshauptmann Arno Kompatscher. Am Gespräch nahmen die Vorsitzende Neha Bhati und die Vorstandsmitglieder Julia Bozzetta, Eva Maria Köllemann und Marcel Walder teil.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Wohnsituation in Südtirol. Die Situation bei den Studentenwohnheimen in Bozen habe sich positiv entwickelt, berichtete sh-Vorsitzende Bhati. Gleichzeitig bleibe das hohe Preisniveau beim Wohnen in Südtirol eine Herausforderung und könne ein Grund dafür sein, dass junge Menschen nach ihrem Studium im Ausland bleiben.

Auch die Vergütung von Praktika wurde angesprochen. Eine angemessene Entlohnung könne dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für Studierende während ihrer Ausbildung zu verbessern und dem sogenannten Brain-Drain (Abwanderung qualifizierter junger Menschen) entgegenzuwirken.

“Die Südtiroler HochschülerInnenschaft leistet wichtige Netzwerkarbeit innerhalb der Studentinnen und Studenten und ist ein wichtiger Gesprächspartner für uns. Der direkte und regelmäßige Austausch ermöglicht es, Anliegen der Studierenden aufzunehmen und gemeinsam zu besprechen”, betonte Landeshauptmann Kompatscher.

Auch die Mobilität innerhalb der Euregio wurde angesprochen. Dabei wurde die Bedeutung grenzüberschreitender Angebote wie des Euregio Ticket Students für Studierende hervorgehoben, die zwischen Südtirol, Tirol und dem Trentino unterwegs sind.

Neha Bhati berichtete zudem von der Klausurtagung des neuen sh.asus-Vorstands und den dort entwickelten Ideen für die Weiterentwicklung der Studierendenvertretung. Zu den Themen, die Studierende derzeit beschäftigen, zählen Künstliche Intelligenz, Teuerungen, die politische Lage und mentale Gesundheit. Auch die Herausforderung, junge Menschen für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen, wurde angesprochen.

“Wir haben als neues Team viele Ideen für die Weiterentwicklung der sh.asus. Die Stimmung innerhalb der sh.asus ist sehr familiär und wir haben engagierte Menschen dabei. Gleichzeitig ist es nicht immer einfach, junge Leute für ehrenamtliches Engagement zu begeistern. Umso wichtiger ist es, als Studierendenvertretung weiterhin präsent zu sein und die Anliegen der Studierenden aufzugreifen”, sagte Bhati.

Der regelmäßige Austausch zwischen der sh.asus und dem Land soll auch künftig fortgesetzt werden. Das Gespräch vom 23. September bot Gelegenheit, aktuelle Anliegen der Studierenden zur Sprache zu bringen und den direkten Dialog weiterzuführen.

Bezirk: Bozen

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