Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Zwei Landschaftsgärtnerinnen und eine Floristin aus Südtirol haben bei den 48. WorldSkills in Shanghai ihr Können gezeigt: Jana Mair aus Außerpens und Manuela Kerschbaumer aus Feldthurns erreichten im Teamwettbewerb Landscape Gardening den vierten Platz, Floristin Franziska Gschnitzer aus Mareit belegte Rang acht.
Alle drei wurden zudem mit der Medal for Excellence ausgezeichnet; diese wird an Teilnehmende vergeben, die mindestens 700 von 800 Punkten erzielen, jedoch keine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille gewinnen.
“Platz vier und Platz acht unter den besten jungen Fachkräften der Welt sind das Ergebnis von viel Arbeit, Ausdauer und Präzision. Hinter diesen Leistungen stehen auch engagierte Ausbildungsbetriebe sowie Lehrpersonen und Fachleute, die ihr Wissen und Können weitergeben”, unterstreicht der Direktor der Fachschule Laimburg Paul Mair.
Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher gratuliert den drei Teilnehmerinnen zu ihren Erfolgen: “Jana Mair, Manuela Kerschbaumer und Franziska Gschnitzer haben Südtirol mit großem Können und viel Einsatz auf der internationalen Bühne vertreten. Ihre Ergebnisse zeigen, welches Potenzial in unseren jungen Fachkräften steckt und wie wichtig die Verbindung von fundierter Ausbildung, betrieblicher Praxis und persönlicher Begeisterung ist. Landschaftsgärtnerei ist eng mit der Landwirtschaft verbunden: Beide arbeiten mit Pflanzen und natürlichen Lebensgrundlagen, brauchen Wissen über Böden, Wasser und Klima und tragen dazu bei, unsere Kultur- und Lebensräume nachhaltig zu gestalten.”
Auch Bildungslandesrat Philipp Achammer würdigt die Leistungen und den Ausbildungsweg der drei jungen Fachkräfte: “Die Erfolge bei den WorldSkills zeigen eindrucksvoll, welche Perspektiven eine praxisnahe Berufsbildung eröffnet. Jana Mair, Manuela Kerschbaumer und Franziska Gschnitzer haben fachliches Können, Kreativität und Ausdauer bewiesen. Sie sind starke Vorbilder für junge Menschen, die ihre Talente in Ausbildung und Beruf entfalten wollen.”
Jana Mair absolvierte ihre Lehre in der Landschaftsgärtnerei Rottensteiner und schloss 2024 mit der Lehrabschlussprüfung ab. Anschließend besuchte sie an der Fachschule Laimburg das Spezialisierungsjahr Garten- und Landschaftsbau 2024/2025 und danach den maturaführenden Lehrgang 2025/2026. Manuela Kerschbaumer legte ebenfalls 2024 ihre Lehrabschlussprüfung ab und arbeitet derzeit in der Baumschule Putzerhof. Das Ergebnis in Shanghai war der Höhepunkt einer starken Entwicklung: Bei der WorldSkills-Italy-Landesmeisterschaft 2025 hatte das Team den zweiten Platz erreicht. Auch beim internationalen Vorbereitungswettkampf im chinesischen Huangshan, an dem fünf Teams aus verschiedenen Ländern teilnahmen, belegten die beiden Südtirolerinnen Rang zwei.
Auf den Wettbewerb bereitete sich das Team sechs Wochen lang an der Fachschule Laimburg vor. Trainiert wurden alle Bereiche des Landschaftsgartenbaus: von der standortgerechten Pflanzenverwendung und Gestaltung mit Pflanzen über Bewässerungs-, Mauer-, Teich- und Pflasterbau bis zum Verlegen von Schrittplatten und zu Arbeiten mit Holz. Begleitet wurde das Team von den Expertinnen und Experten Manuel Kostner, Maria Gantioler und Roman Gstrein sowie weiteren externen Fachleuten. In Shanghai stand Manuel Kostner den beiden Teilnehmerinnen zur Seite.
Auch Floristin Franziska Gschnitzer überzeugte: Nach ihrem Sieg bei der WorldSkills-Italy-Landesmeisterschaft 2025 erreichte sie in Shanghai den achten Platz und wurde ebenfalls mit der Medal for Excellence geehrt. Sie absolvierte ihre Lehre in der Gärtnerei Auer in Brixen und legte 2023 die Lehrabschlussprüfung ab. Ihre Vorbereitung umfasste Trainingstage in Zwolle in den Niederlanden sowie insgesamt sechs Trainingswochen an der Fachschule Laimburg und in der Gärtnerei Auer in Brixen. Auf dem Programm standen sämtliche Wettbewerbsbereiche der Floristik – vom Strauß und Brautstrauß über Arrangements mit geschnittenen Werkstoffen und Pflanzungen bis zur Farb- und Formgestaltung sowie zu dekorativen Werkstücken. Als Expertin betreute Maria Steinmair die Teilnehmerin; in Shanghai unterstützte Übersetzerin Anne Norbury die Floristinnen.
Alle drei erfolgreichen Teilnehmerinnen verbindet, dass sie auf Bauernhöfen aufgewachsen sind und früh einen engen Bezug zu Pflanzen, Natur und praktischem Arbeiten entwickelt haben. Für die mentale Vorbereitung auf den internationalen Wettbewerb sorgte Teamleader Valentin Piffrader gemeinsam mit allen weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern.




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