Elternseminar in Brixen

Carabinieri beraten Eltern zu Cybermobbing und KI

Freitag, 06. Februar 2026 | 11:38 Uhr

Von: Ivd

Brixen – Nach dem erfolgreichen Seminar im Januar für Schülerinnen und Schüler ist die Kompanie der Carabinieri von Brixen erneut an die Mittelschule „Alessandro Manzoni“ zurückgekehrt – diesmal mit dem Fokus auf die Eltern. Die Initiative, von der Schulleiterin Prof. Cristina Luppi unterstützt, ist Teil der laufenden Kampagne der Carabinieri zur Bildungsarbeit und Prävention im Bereich Recht und Sicherheit.

Giuseppe Specchio, Kommandant der Kompanie, sensibilisierte die Eltern für Verhaltensweisen ihrer Kinder, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, jedoch in schweren Fällen zu Cybermobbing oder anderen digitalen Konflikten führen können. Ein zentrales Thema war die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI), die sowohl als Werkzeug zur Moderation von Inhalten als auch als potenzieller Verstärker problematischer Handlungen dient. Dabei wurden die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert, insbesondere Art. 612-quater c.p., der die unbefugte Verbreitung von Inhalten unter Einsatz oder Manipulation durch KI unter Strafe stellt.

Die Eltern erhielten fünf zentrale Empfehlungen für den Umgang mit KI und digitalen Medien zu Hause:

KI als Assistent, nicht als Chef: Ohne kritische Begleitung der Eltern kann KI leicht zu fehlerhaften oder problematischen Inhalten führen.
Co-Pilot statt Autopilot: Kinder sollten KI-Anwendungen nicht unbeaufsichtigt nutzen, sondern gemeinsam mit Erwachsenen prüfen.
Quellenprüfung: Informationen aus KI-Systemen sollten immer anhand von mindestens zwei verlässlichen Quellen überprüft werden.
Wert von Anstrengung: Künstliche Intelligenz kann das Denken erleichtern, aber geistige Anstrengung ist notwendig für die Bildung und Entwicklung von Kindern.
Aktive Aufsicht: Regelmäßige Kontrolle ist der beste Schutz gegen die Nutzung von KI für Deepfakes oder beleidigende Inhalte.
Specchio betonte die präventive Rolle der Carabinieri: „Unsere Arbeit endet nicht bei der strafrechtlichen Verfolgung. Prävention und soziale Zusammenarbeit sind entscheidend. Indem wir Eltern informieren, können sie frühzeitig Signale von Problemen erkennen und ihre Kinder im digitalen Raum begleiten. Aufklärung über den kritischen Umgang mit Technologie ist der erste Schritt, um Cybermobbing zu verhindern und jungen Menschen sichere digitale Erfahrungen zu ermöglichen.“

Bezirk: Eisacktal

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