Von: Matthias Knapp
Bozen – Die Carabinieri haben einen mutmaßlichen Serienbetrüger festgenommen, der es gezielt auf ältere Menschen abgesehen hatte. Der Mann nutzte die berüchtigte Masche des „falschen Carabinieri“, um das Vertrauen seiner Opfer zu erschleichen und sie um ihre Ersparnisse zu bringen.
Der Zugriff erfolgte am Samstagabend in Bozen: Dank des Hinweises einer Angehörigen eilten die Bozner Carabinieri sowie Vertreter des Landeskommandos direkt zum Wohnort eines älteren Ehepaars. Dort trafen die Ordnungshüter den Tatverdächtigen noch an Ort und Stelle an und nahmen ihn fest. Gleichzeitig konnten rund 72 Gramm Goldschmuck sichergestellt werden, die der Mann den Senioren kurz zuvor abgenommen hatte.
Die anschließenden Ermittlungen führten schnell zu weiteren Ergebnissen. Bei der Durchsuchung des Wagens, mit dem der Festgenommene unterwegs war, entdeckten die Carabinieri zusätzliches Diebesgut.
Dieses konnte rasch zwei weiteren Taten zugeordnet werden. Am Tag zuvor war eine Seniorin aus Meran mit derselben Masche um ihren Schmuck gebracht worden.
Ein weiterer Teil des Diebesguts war bei einem Raub erbeutet worden, der sich wenige Tage zuvor in der Provinz Bologna ereignet hatte.
Der Großteil des Schmucks konnte den rechtmäßigen Eigentümern bereits wieder ausgehändigt werden. Der Tatverdächtige wurde in das Bozner Gefängnis überstellt und muss sich nun vor Gericht verantworten.
Die Carabinieri nutzen den aktuellen Fall, um erneut vor Betrügern zu warnen: Vertreter von Polizei oder Carabinieri, aber auch Anwälte oder Mitarbeiter von Behörden verlangen niemals am Telefon oder an der Haustür Geld oder Wertsachen.
Wer Zweifel an der Identität von Personen an der Haustür hat, sollte das Gespräch sofort abbrechen und die Notrufnummer 112 wählen.




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