Von: apa
Eine Drohne, an der ein Sackerl mit drei Smartphones, 200 Gramm Haschisch und rund vier Gramm Crack befestigt war, ist von den Carabinieri in Italien beschlagnahmt worden. Die Lieferung war für Insassen des Gefängnisses Poggioreale in Neapel bestimmt. Die Drohne wurde in der Umgebung der Einrichtung lokalisiert. Ermittlungen dokumentierten, dass die Camorra über Drohnen Handys und Drogen in Haftanstalten einschleust.
Die Drohnen können höher als normal fliegen und transportieren Lasten, die an transparenten Fäden oder dunklen Behältern hängen. Entscheidend für die Clans seien die Piloten, sogenannte “Dronisti”, deren spezielle Fähigkeiten die Lieferung erst möglich machen, berichteten die Carabinieri.
Drohnenpiloten machen Riesengeschäfte
Laut den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Neapel und der Carabinieri ist dieser Job gut bezahlt: In einem Fall zwischen 700 und 800 Euro pro Einsatz, in anderen bis zu 3.000 Euro pro Flug. In einem abgehörten Gespräch prahlte ein Pilot mit Einnahmen von bis zu 10.000 Euro pro Tag. Der Einsatz modifizierter Drohnen, spezialisierter Piloten und flexibler Logistik verdeutliche, wie die Camorra ihre Methoden aktualisiere, um Mauern und Kontrollen zu überwinden, teilten die Ermittler mit.
Bei der im Großraum von Neapel agierenden Camorra gibt es im Gegensatz zur Cosa Nostra auf Sizilien keine Führungspersonen oder Führungsgremien, die für die gesamte Organisation entscheiden. Die Clans operieren aufgrund von Abkommen unabhängig in ihren jeweiligen Bereichen. Laut den italienischen Justizbehörden umfasst die Camorra rund 100 Clans mit rund 6.000 Mitgliedern. Ihr Einflussbereich in Italien erstreckt sich auf die Stadt Neapel und das Umland in der Provinz Kampanien.




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