Von: importer
Bei der Weltnaturkonferenz zur biologischen Vielfalt (COP17) in der armenischen Hauptstadt Jerewan haben die rund 200 Teilnehmerstaaten nach langen Verhandlungen bei zentralen Themen eine Einigung erzielt. Nach dem ursprünglich geplanten Ende der Konferenz am Freitag gab es Applaus, als die entsprechenden Dokumente verabschiedet wurden. “Das war’s. Perfekt”, sagte der COP17-Präsident und armenische Umweltminister Hambardzum Matevosyan.
Details zu den Dokumenten lagen zunächst nicht vor. Bei der 17. UNO-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) berieten die Teilnehmer über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt.
WWF bewertet Ergebnis als “verpasste Chance”
Die Naturschutzorganisation WWF bewertete das Ergebnis der UNO-Artenschutzkonferenz hingegen als “verpasste Chance”. Insbesondere bei der Finanzierung des Naturschutzes und beim Abbau umweltschädlicher Subventionen blieben die Staaten bei der COP17 hinter der notwendigen Ambition zurück. “Die Naturzerstörung weiter zu finanzieren und beim Schutz zu sparen, ist eine Politik der organisierten Verantwortungslosigkeit”, sagte Georg Scattolin, Artenschutz-Experte beim WWF Österreich, laut Aussendung. Jedes weitere Zögern verschärfe die Risiken, weil geschädigte Ökosysteme auch den Schutz vor Hochwasser, Hitze und Dürre schwächen.
Zuvor hatten die Mitgliedstaaten in einem schwierigen Endspurt um eine Vereinbarung gerungen. Differenzen gab es unter anderem zu umweltschädlichen Subventionen wie etwa für fossile Energieträger, zur Finanzierung von Biodiversität und zu einer Beteiligung von Unternehmen an der Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen.
Die UNO-Konferenz hatte vor knapp zwei Wochen begonnen. Das Treffen in Jerewan sollte unter anderem für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden. Die Vereinbarung von 2022 besteht aus 23 Verpflichtungen der knapp 200 Staaten, darunter die Zusage, bis 2030 umweltschädliche Subventionen etwa für fossile Energieträger wie Erdöl weltweit um mindestens 500 Milliarden Dollar (448 Milliarden Euro) zu verringern. Die internationale Gemeinschaft hinkt laut einem von UNO-Generalsekretär António Guterres vorgestellten Bericht aber in fast allen Punkten der Kunming-Montreal-Vereinbarung hinterher.




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