Europol beschlagnahmte 1,2 Milliarden Euro Falschgeld

Europol beschlagnahmte 1,2 Milliarden Euro Falschgeld

Mittwoch, 11. Februar 2026 | 13:30 Uhr

Von: APA/dpa

Internationale Fahnder haben nach Angaben von Europol Falschgeld in Höhe von 1,2 Milliarden Euro sichergestellt. Bei einer mehrmonatigen Aktion, wobei die dritte und operative Phase unter der Leitung Österreichs stattfand, wurden in 18 Ländern Pakete mit gefälschten Banknoten und Münzen abgefangen, teilte die europäische Polizeibehörde am Mittwoch in Den Haag mit. Die Fälschungen hätten in der EU in Umlauf gebracht werden sollen.

Die Blüten seien den Angaben zufolge per Post verschickt worden. Über 90 Prozent der Lieferungen stammten laut Europol aus China. Die Behörde stehe im engen Kontakt mit der Europäischen Zentralbank, um gemeinsam mit den zuständigen Behörden in China die Fälschung europäischer Währungen zu unterbinden.

Millionen Blüten – aus China

Die Fahnder fingen in der sechs Monate dauernden Aktion insgesamt 79 Pakete mit Falschgeld ab. Allein rumänische Ermittler stellten mehr als 4,8 Millionen Blüten sicher. Sie hoben zudem ein Lager mit mehr als 223.000 gefälschten Geldscheinen aus. Auch diese seien aus China gekommen, teilte Europol mit.

In Portugal, Großbritannien und den USA waren drei Lieferungen mit mehr als 220.000 gefälschten Münzen abgefangen worden – ebenfalls aus China.

Inzwischen seien nach dem Bericht von Europol 70 Ermittlungsverfahren gegen die hinter dem Handel stehenden Fälscherbanden eingeleitet worden. Ob es bereits Festnahmen gab, sei nicht bekannt. Die Ermittler fanden nicht nur gefälschte Euro, sondern auch US-Dollar, britische Pfundnoten und Schweizer Franken.

Bundeskriminalamt führend

Zwischen Juni und November 2025 fand die dritte operative Phase der Operation Decoy statt, die seit 2023 lief. Nachdem Spanien und Portugal die ersten beiden geleitet haben, hatte Österreich zuletzt die Leitung inne – und zwar durch das Büro für Betrugsermittlungen des Bundeskriminalamtes (BK).

Während der sechsmonatigen Einsatzphase beschlagnahmten die Behörden 379 Pakete mit Falschgeld. Dies führte zu 70 neuen Ermittlungen gegen die dahinterstehenden kriminellen Netzwerke. Insgesamt wurden mehr als sieben Millionen gefälschte Gegenstände aus dem Verkehr gezogen, darunter 4,8 Millionen Euro-Banknoten und -münzen, 2,3 Millionen US-Dollar, 23.302 Britische Pfund und 4.800 Schweizer Franken, letztere in Österreich, ebenso wie 890 Euro-Blüten.

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