Von: importer
Polnische Behörden haben in den vergangenen Tagen mehr als vier Tonnen toter Fische aus einem Nebengewässer der Oder geborgen. Bisher sei das Fischsterben auf einen Abschnitt des Gleiwitzer Kanals begrenzt, sagte eine Sprecherin der örtlichen Wasserbehörde dem Sender Tok.fm. Ursache sei die Blüte der giftigen Goldalge, teilte die Behörde am Freitag mit.
Derzeit würden regelmäßige Einsatzpatrouillen zu Wasser und an Land die Lage überwachen, außerdem würden die verendeten Fische an dem betroffenen Abschnitt des Kanals entnommen. Bis auf weiteres wurde auch der Betrieb von zwei Schleusen ausgesetzt. So will man die Ausbreitung der Goldalge auf weitere Kanalabschnitte verhindern. Sollte dies nicht gelingen, erwägt die Wasserbehörde die kontrollierte Einleitung von Wasserstoffperoxid, das die Zellen der Goldalge zerstört.
Fischsterben im Sommer 2022
Im Sommer 2022 war es in der Oder zu einem massenhaften Fischsterben gekommen. Experten in Deutschland und Polen kamen zu dem Schluss, dass höchstwahrscheinlich die toxische Wirkung einer Blüte der giftigen Goldalge Prymnesium parvum den Tod der Fische verursacht hatte.
Der 1939 in Betrieb genommene Gleiwitzer Kanal ist 41 Kilometer lang und verbindet die oberschlesische Großstadt Gleiwitz (Gliwice) mit der Oder. Zuletzt wurde dort im Sommer 2024 erneut eine große Menge toter Fische geborgen. Die Behörden ordneten seinerzeit eine Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff an und leiteten Wasserstoffperoxid ein.




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