Von: Lukas Unterkofler
Trient – In der norditalienischen Provinz Trentino südlich von Südtirol ist vorsorglich das vorgesehene Protokoll für einen möglichen Ebola-Fall aktiviert worden.
Bei einem Erwachsenen, der vor Kurzem aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt ist, sind Symptome aufgetreten, die mit einer Ebola-Infektion vereinbar sein könnten.
Die betroffene Person befindet sich derzeit zu Hause in Isolation und wird nach Angaben des Trentiner Sanitätsbetriebs als Fall mit geringem Risiko eingestuft. Die Aktivierung des Protokolls bedeutet ausdrücklich noch keine Bestätigung einer Infektion.
Gesundheitspersonal soll im Laufe des Nachmittags biologische Proben bei der betroffenen Person entnehmen. Diese werden anschließend zur Laboruntersuchung an das Luigi-Sacco-Krankenhaus in Mailand geschickt.
Unterdessen hat die Präventionsabteilung des Trentiner Sanitätsbetriebs vorsorglich damit begonnen, mögliche enge Kontaktpersonen zu erfassen. Dies geschehe ausschließlich aus Sicherheitsgründen.
Der Sanitätsbetrieb betont, dass es sich bei der Aktivierung des Protokolls um eine reguläre Maßnahme des italienischen Gesundheitsüberwachungssystems bei einem entsprechenden Verdachtsfall handelt.
Eine Übertragung des Ebola-Virus erfolgt nach Angaben der Gesundheitsbehörden nur durch direkten Kontakt mit Blut, Sekreten oder anderen Körperflüssigkeiten einer infizierten Person.




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