Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Eine gefährliche Verfolgungsjagd durch mehrere Straßen von Bozen hat am Montagabend mit der Festnahme eines talieners (28) geendet. Vier Beamte der Stadtpolizei wurden dabei leicht verletzt. Mehrere Fahrzeuge wurden während der Flucht beschädigt.
Ausgangspunkt des Einsatzes war die Reschenstraße. Eine Streife der Stadtpolizei bemerkte dort ein Auto, das auf der stark befahrenen Straße besonders gefährlich unterwegs war. Der Fahrer war ohne Sicherheitsgurt unterwegs und hielt während der Fahrt auch noch ein Mobiltelefon in der Hand. Zudem stellten die Exekutivbeamten fest, dass für das Fahrzeug keine gültige Haftpflichtversicherung bestand.
Als die Ordnungshüter den Fahrer mit Blaulicht, Sirene und Anhaltekelle zum Stoppen aufforderten, beschleunigte dieser und ergriff die Flucht. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd raste er mit hoher Geschwindigkeit durch mehrere Straßen der Landeshauptstadt, fuhr teilweise auf Radwegen, benutzte Straßen in der falschen Richtung und missachtete mehrere rote Ampeln.
Dabei brachte der Fahrer wiederholt andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Bei riskanten Manövern und Überholvorgängen wurden zudem mehrere Fahrzeuge beschädigt.

Die Flucht endete schließlich in der Trientstraße. Dort konnte eine Streife den Mann stoppen, als er versuchte, in einen für den Verkehr gesperrten Bereich nahe dem Drusus-Stadion einzufahren. Dort lief zu diesem Zeitpunkt ein Fußballspiel.
Besonders gefährlich war laut Stadtpolizei die Situation an der Straßensperre bei der Loreto-Brücke. Ein Beamter hatte dem Fahrer das Anhalten signalisiert, musste sich jedoch zur Seite werfen, weil das Fahrzeug trotz der Aufforderung mit hoher Geschwindigkeit weiterfuhr. Insgesamt wurden bei den letzten Phasen der Verfolgung vier Polizisten leicht verletzt.
Bei der anschließenden Kontrolle des Fahrzeugs fanden die Polizeibeamten außerdem Einbruchswerkzeug und Drogen. Beides wurde ebenso wie das Auto beschlagnahmt.
Der bereits vorbestrafte 28-Jährige wurde festgenommen und der Justizbehörde zur weiteren Verfügung überstellt. Welche konkreten Vorwürfe gegen ihn erhoben werden, wird nun von den zuständigen Behörden geklärt.




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