Von: Matthias Knapp
Bozen – Anhaltend hohe Temperaturen können die Gesundheit erheblich belasten. Das Ressort Gesundheitsvorsorge und Gesundheit informiert darüber, wie hitzebedingte Beschwerden erkannt werden können und wann rasches Handeln erforderlich ist. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie Menschen, die im Freien arbeiten oder sich körperlich anstrengen.
“Die meisten hitzebedingten Gesundheitsprobleme lassen sich durch einfache Vorsorgemaßnahmen vermeiden. Gleichzeitig ist es wichtig, Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen und im Notfall rasch zu handeln. Das kann Leben retten”, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Richtig reagieren bei Hitzeerschöpfung und Hitzeschlag
Zu den häufigsten hitzebedingten Beschwerden zählt die Hitzeerschöpfung. Typische Anzeichen sind starke Schweißbildung, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwächegefühl, Muskelkrämpfe oder Kreislaufprobleme. Betroffene sollten umgehend an einen kühlen Ort gebracht werden, ausreichend trinken und sich ausruhen. Lockere Kleidung sowie kühle Umschläge oder eine kühle Dusche können zusätzlich helfen.
Besonders gefährlich ist ein Hitzschlag. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Warnzeichen sind unter anderem Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Sprachstörungen, Krampfanfälle, Ohnmacht oder eine Körpertemperatur von über 40 Grad Celsius. In solchen Fällen muss sofort der Notruf verständigt werden.
Während auf die Rettungskräfte gewartet wird, sollte die betroffene Person an einen schattigen oder kühlen Ort gebracht werden. Enge oder überflüssige Kleidung ist zu lockern beziehungsweise zu entfernen. Der Körper sollte mit kühlem Wasser, feuchten Tüchern oder Kühlpacks – insbesondere an Nacken, Achseln und Leisten – gekühlt werden. Die betroffene Person sollte nicht allein gelassen werden.
Auf gefährdete Mitmenschen achten
Bei einem medizinischen Notfall ist die Notrufnummer 112 zu wählen. Das Ressort Gesundheitsvorsorge und Gesundheit empfiehlt zudem, während Hitzeperioden regelmäßig nach alleinlebenden oder besonders gefährdeten Personen zu sehen und auf mögliche Anzeichen einer Überhitzung zu achten.
Wer Symptome frühzeitig erkennt und rasch reagiert, kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen vermeiden. Das Ressort Gesundheit appelliert daher an die Bevölkerung, bei hohen Temperaturen auf sich selbst und auf Mitmenschen besonders Acht zu geben.




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