Autos fahren im Morgennebel durch die Dunkelheit

In der dunklen Jahreszeit nehmen Schutzwegunfälle stark zu

Freitag, 23. Oktober 2026 | 06:05 Uhr

Von: importer

In der dunklen Jahreszeit nimmt die Zahl der Schutzwegunfälle stark zu, warnt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). “Im Vorjahr gab es im November mit 136 die meisten Schutzwegunfälle, gefolgt vom Dezember und dem Jänner”, zitierten die Fachleute am Freitag Daten der Statistik Austria. In den drei Monaten kamen vier Fußgängerinnen und Fußgänger ums Leben, 72 wurden schwer, 287 leicht verletzt. An diesem Wochenende endet die Sommerzeit – damit wird es schlagartig früher dunkel.

Fast zwei Drittel der Schutzwegunfälle im genannten Zeitraum passierten bei Dunkelheit oder Dämmerung. Bei Tageslicht können Fußgängerinnen und Fußgänger Blickkontakt mit der Person am Steuer aufnehmen und erkennen, ob sie gesehen werden. Das ist bei Dunkelheit nicht möglich, das Licht blendet, im Fahrzeuginneren ist es dunkel.

Im November 2025 wurden laut VCÖ 136 Schutzwegunfälle gezählt, im Dezember waren es 119 und im Jänner 101. Zum Vergleich: Im Oktober des vergangenen Jahres weist die Statistik 86 Schutzwegunfälle aus, im April 75 und im Mai 69.

Ältere Menschen besonders betroffen

42 Prozent der bei Verkehrsunfällen auf Schutzwegen schwer verletzten und sogar 75 Prozent der tödlich verletzten Fußgängerinnen und Fußgänger waren 65 Jahre oder älter, sagte VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. 98 Prozent der betroffenen Seniorinnen und Senioren waren nicht Hauptunfallverursacher.

Eine zentrale Regel der Straßenverkehrsordnung (StVO) lautet: Ein Fahrzeug darf sich einem Schutzweg nur mit einer solchen Geschwindigkeit nähern, dass es davor anhalten kann: “Das heißt konkret: Tempo vor Schutzwegen reduzieren sowie bremsbereit und mit voller Aufmerksamkeit fahren”, appellierte die Organisation. Zudem fordert der VCÖ, die Sicht im Umfeld von Schutzwegen zu verbessern.

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