Von: mk
Bozen – Auf der Grundlage von Daten des nationalen Fürsorgeinstituts INPS hat das Landesstatistikinstitut ASTAT die aktuellen Zahlen zu den Renten in Südtirol vorgelegt. Demnach bezogen im Jahr 2024 insgesamt 135.793 Personen rund 181.475 Rentenleistungen, was etwa einem Viertel der Südtiroler Gesamtbevölkerung entspricht.
Die Gesamtausgaben für Renten beliefen sich auf über 3,3 Milliarden Euro. Im Schnitt lag die jährliche Leistung pro Rente bei 18.340 Euro, während das durchschnittliche Gesamteinkommen pro rentenempfangender Person 24.509 Euro betrug. Knapp 30 Prozent der Betroffenen bezogen dabei zwei oder mehr Leistungen.
Im Vergleich zu den Vorjahren ist sowohl die Anzahl der Rentenbezieher als auch das ausbezahlte Finanzvolumen gestiegen, das von der Inflation zum Teil wieder ausgeglichen wird. Doch selbst unter Berücksichtigung der Inflation zeigt sich gegenüber 2023 und 2015 ein realer Kaufkraftgewinn.
Südtirol im gesamtstaatlichen Vergleich
Im gesamtstaatlichen Vergleich sticht Südtirol in mehreren Bereichen hervor: Mit durchschnittlich 18.340 Euro pro Rente wies das Land den höchsten Wert in ganz Italien auf, wo der Schnitt bei 15.822 Euro lag. Setzt man diesen Betrag jedoch in Relation zum hohen Südtiroler Pro-Kopf-BIP, zeigt sich die Kehrseite des hohen Lebensstandards: Der Indikator für die Angemessenheit der Rente im Verhältnis zur lokalen Kaufkraft fällt in Südtirol mit 29,8 Prozent im landesweiten Vergleich am geringsten aus.
Zudem belastet das Rentensystem die lokale Wirtschaft vergleichsweise wenig. Die Rentenausgaben machten 2024 lediglich 10,0 Prozent des Südtiroler Bruttoinlandsprodukts aus – der niedrigste Wert aller italienischen Regionen (Gesamtstaat: 16,4 Prozent). Bemerkenswert ist auch der sehr hohe Anteil an regulären Altersrenten, die knapp 69,4 Prozent aller Leistungen ausmachten, während Invaliditäts- und Fürsorgerenten kaum ins Gewicht fielen.
Dass die einzelnen Altersrenten im regionalen Vergleich dennoch nur im Mittelfeld liegen, ist vor allem auf die Wirtschaftsstruktur zurückzuführen: Im Südtiroler Privatsektor dominiert eine hohe Zahl an Arbeitsplätzen in Branchen mit niedrigerem Einkommen oder begrenzten Arbeitstagen, etwa im Tourismus.
Unterschiede zwischen Bezirken
Innerhalb Südtirols zeigt sich ein deutliches Einkommensgefälle zwischen den Bezirken. Das höchste durchschnittliche Renteneinkommen verzeichnete die Landeshauptstadt Bozen mit 27.777 Euro pro Jahr, während der Vinschgau mit durchschnittlich 21.157 Euro das Schlusslicht bildete.
Weiterhin besteht eine spürbare Kluft zwischen den Geschlechtern. Zwar stellten Frauen im Jahr 2024 mit 51,2 Prozent die Mehrheit der Rentenempfängerschaft, sie erhielten jedoch nur 42,7 Prozent der Gesamtausgaben. Besonders deutlich wird der Unterschied bei den Altersrenten: Während Männer hier ein medianes Jahresrenteneinkommen von 27.286 Euro bezogen, lag dieser Wert bei den Frauen bei lediglich 13.821 Euro. Immerhin hat sich dieses Gefälle in den letzten Jahren durch stärkere prozentuale Zuwächse bei den Frauen leicht verringert.




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