Von: Redaktion Südtirol News
Tramin – Der geplante Gast-Auftritt des AfD-Politikers Jean-Pascal Hohm beim Landesjugendtreffen der Süd-Tiroler Freiheit sorgte schon im Vorfeld für politischen Wirbel.
Für Samstag ist eine Gegendemonstration angekündigt. Die Sicherheitskräfte bereiten sich auf einen größeren Einsatz vor.
Unter dem Motto „Hohm go Home“ wollen Antifa-Gruppen sowie Aktivistinnen und Aktivisten für Demokratie und Toleranz gegen den Auftritt demonstrieren. Kritik kommt auch von der Gruppe No Excuses sowie von der SVP-Wirtschaft und der Jungen Generation.
Die Kundgebung wurde vom Rathausplatz zur Minigolfanlage verlegt, rund 500 Meter vom Veranstaltungsort im Bürgerhaus entfernt.
Sorge vor Eskalation
Tramins Bürgermeister Wolfgang Oberhofer hatte sich gegen Hohm als Gastredner ausgesprochen. Grundsätzlich sei nichts gegen das Treffen einzuwenden, der Politiker passe für ihn jedoch nicht nach Tramin. Zudem könnten laut Oberhofer Aktivisten aus anderen Teilen Italiens zur Gegendemo anreisen.
Die rechtsextreme Organisation CasaPound hat ihrerseits zur Teilnahme aufgerufen.
Auch aus dem Umfeld von CasaPound wird Hohms Auftritt begrüßt. Der Bozner Stadtviertelrat Maurizio Puglisi Ghizzi erklärte, man stehe mit dem AfD-Politiker in Kontakt und teile unter anderem dessen Positionen zur „Remigration“.
Neben dem Jugendtreffen und der Gegendemonstration findet in Tramin am Samstag auch ein Schützenfest statt.
Es wird mit einem verstärkten Polizeiaufgebot gerechnet.
Die Süd-Tiroler Freiheit hält an der Einladung fest. Landtagsabgeordneter Sven Knoll verteidigte Hohms Teilnahme.




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