Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Klimarisiken betreffen unsere Regionen schon heute und könnten sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Wie können wir uns dagegen wappnen? Darüber diskutieren Klimaexpertinnen und -experten vom 2. bis 4. November in Bozen auf der „SISC 2026“, der 14. Jahreskonferenz der Italienischen Gesellschaft für Klimawissenschaften, die Eurac Research mitorganisiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Resilienz gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Klimarisiken gestärkt werden kann.
Anhaltende Dürre kann Wälder schädigen und ihre Schutzfunktion beeinträchtigen; Hitzewellen gefährden die Gesundheit und erhöhen den Energiebedarf. Klimarisiken zu erforschen bedeutet, mögliche negative Folgen des Klimawandels für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu bewerten, Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu verstehen und Maßnahmen zu ermitteln, um mögliche Schäden zu begrenzen. Zu diesen Themen arbeiten die Forschenden von Eurac Research kontinuierlich mit der Südtiroler Landesverwaltung zusammen, aber auch mit anderen italienischen Regionen, darunter die Marken, die Lombardei und Friaul-Julisch Venetien. Denn immer mehr Verwaltungen suchen wissenschaftliche Unterstützung, um Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu erarbeiten – in Bereichen wie Landwirtschaft, Gesundheit, Tourismus und Infrastruktur.
Forschung und Praxis in den Regionen zu verbinden, ist auch das Ziel der Zusammenarbeit zwischen Eurac Research und SISC. Sie soll die Resilienz stärken, also die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Resilienz steht im Mittelpunkt der SISC 2026, die drei Tage lang rund hundert Fachleute aus Forschung und Institutionen in Bozen zusammenbringt. Die Vorträge reichen von der Analyse von Klimadaten und -trends bis hin zu Strategien zur Risikominderung; dabei soll der Austausch zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen gefördert werden. Das wissenschaftliche Programm findet auf Englisch statt.
Die SISC 2026 richtet sich auch an die Bevölkerung: Während der Konferenztage und darüber hinaus stehen mehrere öffentliche Veranstaltungen auf dem Programm. Unter dem Titel „Klima zum Lesen“ finden in der Buchhandlung Cappelli in der Freiheitsstraße zwei Buchvorstellungen statt: Am 2. November geht es um den Klimawandel in den Alpen, am 27. November um den Zusammenhang zwischen der Umweltkrise und dem persönlichen Erleben der Menschen. Die Reihe „Klima und Kultur“ bringt den Dialog an weitere Orte der Stadt: Am 3. November geht es im Naturmuseum um die Frage, wie der Klimawandel Europas Landschaften und das Leben der Menschen verändert; am 19. November werden im Museion neue Wege diskutiert, vom Klimawandel zu erzählen; am 1. Dezember geht es – erneut im Naturmuseum – um Psychologie und Vertrauen in die Wissenschaft.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen