Von: Matthias Knapp
Bozen – Quästor Giuseppe Ferrari hat Stadionverbote gegen drei Hooligans erlassen, die beim Fußballspiel zwischen Bari und dem FC Südtirol im Drusus-Stadion in Bozen am 21. Mai für Unruhe gesorgt haben.
Zwei Stadionverbote zu jeweils vier und zwei Jahren wurden über zwei Bari-Fans im Alter von 23 und 44 Jahren verhängt. Ihnen wird vorgeworfen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten Knallkörper und Böller auf der Tribüne entzündet und diese aufs Spielfeld geschleudert zu haben. Zuvor hatten sie sich maskiert, um nicht erkannt zu werden.
Ein Minderjähriger musste in der Folge von seinem Vater in die Notaufnahme des Bozner Krankenhauses gebracht werden. Aufgrund der Explosion hatte er vorübergehend einen Gehörverlust erlitten. Die Ärzte attestierten dem Minderjährigen eine Genesungszeit von zehn Tagen.
Ein dritter Bari-Fan im Alter von 49 Jahren wurde für drei Jahre gesperrt, weil er beim Einlass der Fans das Drehkreuz passiert und die Treppe zum oberen Tribünenbereich hinaufgestiegen war. Unbeeindruckt von der unmittelbaren Nähe anderer Zuschauer – darunter auch Senioren und Minderjähriger – holte er einen Böller hervor, entzündete den Sprengkörper und warf ihn zu Boden.
Infolge des lauten Knalls mussten zwei Personen umgehend von Sanitätern noch an Ort und Stelle erstversorgt werden. Sie klagten über vorübergehenden Gehörverlust sowie über Schnittverletzungen, die von umherfliegenden Splittern des Sprengkörpers herrührten.
Neben der Sperre wurden die drei Fans auch bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Seit Juni 2025 hat Quästor Giuseppe Ferrari in 54 Fällen ein Stadionverbot erlassen – sowohl im Fußball als auch im Eishockey.




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