Von: Lukas Unterkofler
Meran – Mit einem offenen Brief wenden sich zahlreiche Anrainer des Plankensteinviertels in Meran an die Öffentlichkeit, die Medien und die zuständigen Behörden. Darin schildern sie ihre Sicht auf die Situation seit der Eröffnung einer Diskothek im März und beklagen anhaltende Lärm-, Sicherheits- und Ordnungsprobleme.
Nach Angaben der Unterzeichner werde das historische Wohn- und Geschäftsviertel in den Nächten, in denen die Diskothek geöffnet habe, von Lärm, Schlägereien, Drogenkonsum, Sachbeschädigungen und Vermüllung geprägt. Die Bewohner berichten von schlaflosen Nächten, beschädigtem Eigentum und einem Gefühl der Unsicherheit. Zudem kritisieren sie, dass sich die zuständigen Behörden gegenseitig die Verantwortung zuschieben, obwohl Vorfälle dokumentiert und mehrfach gemeldet worden seien.
Die Anrainer betonen zugleich, dass sie sich nicht gegen das Nachtleben oder junge Menschen richteten. Vielmehr fordern sie ein Gleichgewicht zwischen einem attraktiven Ausgehangebot und dem Schutz der Lebensqualität der Bewohner. Zu den offenen Fragen zählen unter anderem die Genehmigung der Diskothek an diesem Standort, die Schallisolierung, Sicherheitsmaßnahmen, Polizeieinsätze sowie mögliche wirtschaftliche Schäden für Anwohner und Betriebe.
In dem Schreiben appellieren die Unterzeichner an Politik und Behörden, wieder für öffentliche Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Ihr Ziel sei es, das Plankensteinviertel wieder zu einem lebenswerten Wohn- und Geschäftsviertel zu machen. Der offene Brief wurde von mehr als 50 Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Geschäftsleuten unterzeichnet.




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