Schwere Schäden nach Erdbeben in Venezuela

Mittlerweile 188 Tote nach Erdbeben in Venezuela

Donnerstag, 25. Juni 2026 | 20:55 Uhr

Von: APA/dpa

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela haben die Behörden bisher 188 Tote gezählt. Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, wurden weitere 1.520 Menschen verletzt, mehr als 200 sind unter Trümmern verschüttet. Der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez gab die Zahl der komplett eingestürzten oder beschädigten Gebäude mit rund 250 an. Die Staatschefin sei in die schwer betroffene Region La Guaira gereist.

Auf das Hauptbeben der Stärke 7,2 und 7,5 folgten demnach 138 Nachbeben. Fast 3.000 Familien seien von der Katastrophe betroffen, sagte Rodríguez. Offiziell seien zudem 157 Menschen als vermisst gemeldet worden. Schwere Schäden gab es besonders im Bundesstaat La Guaira an der Karibikküste. Auch in der Hauptstadt Caracas und in anderen Regionen stürzten laut Behördenangaben Gebäude ein.

Rund 750 Österreicherinnen und Österreicher im Land

Laut dem Außenministerium leben rund 750 Österreicherinnen und Österreicher in Venezuela. Bisher gebe es keine Informationen über Betroffene, hieß es auf Anfrage der APA. Alle Auslandsösterreicher wurden noch in der Nacht auf Donnerstag kontaktiert. Seit Jänner gibt es bereits eine Reisewarnung für das gesamte Land.

Nach Angaben der USGS ereignete sich am Mittwoch zunächst ein Beben der Stärke 7,2 rund 160 Kilometer westlich von Caracas. 39 Sekunden später folgte ein zweites Beben der Stärke 7,5, berichtete auch der Österreichische Erdbebendienst der Geosphere Austria. Eine Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Nachbeben erschütterten die Region bis in den Donnerstag hinein. Es ist in den nächsten Tagen mit starken Nachbeben zu rechnen, warnte auch die Geosphere.

Der Erdbebendienst USGS gab Alarmstufe Rot bezüglich Todesfällen und wirtschaftlicher Verluste infolge von Erdbeben. Es ist mit einer hohen Zahl von Opfern und erheblichen Schäden zu rechnen, und die Katastrophe dürfte sich über ein großes Gebiet erstrecken.

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