Von: Lukas Unterkofler
St. Kassian – Eine neue Mure hat am Donnerstagnachmittag die Lage im Gadertal verschärft. Nach heftigen Gewittern lösten sich gegen 14.00 Uhr bei St. Kassian große Mengen Schlamm, Geröll und Gestein und strömten auf die Straße, die in Richtung der Capanna-Alpina-Hütte auf über 1.700 Metern Seehöhe führt.
Die Straße wurde vollständig gesperrt. Einsatzkräfte rückten aus, um zahlreiche Wanderer und Bergsteiger, die sich zum Zeitpunkt des Abgangs in dem Gebiet aufhielten, in Sicherheit zu bringen. Insgesamt mussten rund 150 Menschen evakuiert werden. Mehrere Dutzend Fahrzeuge, die bei der Hütte abgestellt waren, sind derzeit eingeschlossen.
Sechs weitere Personen, die sich weiter oben im Gelände befanden und nicht mehr sicher zu Fuß ins Tal gelangen konnten, wurden mit dem Hubschrauber des Aiut Alpin Dolomites ausgeflogen. Verletzt wurde laut Alto Adige online niemand.
Unterdessen haben die Aufräumarbeiten auf der Straße begonnen. Die Einsatzkräfte gehen derzeit davon aus, dass die Verbindung zur Capanna Alpina bis Freitag, 21. August, gesperrt bleiben könnte.
Im Einsatz stehen unter anderem die Freiwillige Feuerwehr St. Kassian, das Weiße Kreuz, die Bergrettung und die Carabinieri.
In den Dolomiten hat es am Donnerstag starke Gewitter gegeben: So hat es etwa im Fassatal und auch am Sellapass gehagelt.





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