Nach Gewittern

Mure strömt in Südtirol auf die Straße: 150 Wanderer evakuiert

Donnerstag, 20. August 2026 | 17:27 Uhr
Update

Von: Lukas Unterkofler

St. Kassian – Eine massive Mure hat am Donnerstagnachmittag die Lage im Gadertal verschärft. Nach heftigen Gewittern lösten sich gegen 14.00 Uhr bei St. Kassian große Mengen Schlamm, Geröll und große Felsbrocken und strömten auf die Straße, die in Richtung der Capanna-Alpina-Hütte (Fraktion Saré) auf über 1.700 Metern Seehöhe führt.

Die Straße ist zugleich ein wichtiger Zugang zum Naturpark. Sie war nach der Vermurung nicht mehr befahrbar und wurde vollständig gesperrt.

Facebook/Freiwillige Feuerwehr St. Kassian

Einsatzkräfte rückten aus, um zahlreiche Wanderer und Bergsteiger, die sich zum Zeitpunkt des Abgangs in dem Gebiet aufhielten, in Sicherheit zu bringen. Insgesamt mussten rund 150 Menschen evakuiert werden. Mehrere Dutzend Fahrzeuge, die bei der Hütte abgestellt waren, sind derzeit eingeschlossen. Sie können voraussichtlich erst im Laufe des morgigen Tages abgeholt werden.

Sechs weitere Personen, die sich weiter oben im Gelände befanden und nicht mehr sicher zu Fuß ins Tal gelangen konnten, wurden mit dem Hubschrauber des Aiut Alpin Dolomites ausgeflogen. Verletzt wurde niemand.

Unterdessen haben die Aufräum- und Sicherungsarbeiten auf der Straße begonnen. Schweres Räumgerät wurde dazu aufgefahren. Die Einsatzkräfte gehen derzeit davon aus, dass die Verbindung zur Capanna Alpina bis Freitag, 21. August, gesperrt bleiben könnte.

Im Einsatz stehen unter anderem die Freiwillige Feuerwehr St. Kassian, das Weiße Kreuz, die Bergrettung und die Carabinieri.

In den Dolomiten hat es am Donnerstag starke Gewitter gegeben: So hat es etwa im Fassatal und auch am Sellapass gehagelt.

Facebook/Chalet Elisabeth

 

Bezirk: Pustertal

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