Muren großen Ausmaßes gingen auf die Straße im Kaunertal nieder

Murenabgänge im Kaunertal: Evakuierung abgeschlossen

Montag, 29. Juni 2026 | 12:54 Uhr

Von: apa

Nach dem Abgang von drei Muren auf die Kaunertaler Gletscherstraße in Tirol (Bezirk Landeck) Sonntagnachmittag infolge eines Gewitters mit Starkregen und Hagel sind am Montag binnen kurzer Zeit rund 250 im hinteren Kaunertal “eingeschlossene” Tagesausflugsgäste mit jeweils zwei Hubschraubern der Polizei und des Bundesheeres ausgeflogen worden. Dies berichtete das Land zu Mittag mit. Mit der Räumung der Straße werde ebenfalls noch am Montag begonnen.

Der Großteil der Gäste war über Nacht in Gastronomiebetrieben untergebracht worden – konkret im Gepatschhaus sowie im Gletscherrestaurant. Den Leuten gehe es gut, hieß es. Vulnerable Personen waren bereits am Sonntag ausgeflogen worden. Zur Evakuierung am Montag setzte das Bundesheer einen Hubschrauber vom Typ AB212 sowie einen AW169 ein, wie das Verteidigungsministerium per Aussendung in der Früh mitteilte. Zuvor habe die Tiroler Landeswarnzentrale ein Assistenzersuchen gestellt. Zusätzlich werde ein Tankwagen ins Kaunertal geschickt, um die Hubschrauber auch an Ort und Stelle zu betanken.

Montagvormittag fand laut Land zudem eine Beurteilung der Kaunertaler Gletscherstraße, unter anderem per Erkundungsflug, durch die Landesgeologie sowie die Wildbach- und Lawinenverbauung statt. Das Ergebnis: Noch am selben Tag konnte mit den Räumungsarbeiten begonnen werden. Inwieweit die Arbeiten abgeschlossen werden können, hänge unter anderem vom Wetter ab. Ein Ende der Sperre sei entsprechend noch nicht abschätzbar, hieß es. Die Gletscherstraße war im Bereich “Am See” und “Am Versetz” auf einer Länge von 50 Metern verlegt worden. Teile der Fahrbahn wurden weggespült und die Stromversorgung unterbrochen.

Niemand verletzt

Verletzt wurde niemand. Es gab auch keine Hinweise auf vermisste Personen. Vor dem Unwetter hatte es infolge der Hitze eine Gewitter- und Starkregenwarnung der Stufe “Orange”, die zweithöchste, für Tirol von Sonntag um 12.00 Uhr bis Mitternacht gegeben. Außerdem dem Ereignis im Kaunertal kam man im Rest des Landes aber großteils glimpflich davon. Größere Schäden und außergewöhnliche Vorfälle wurden nicht gemeldet.

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